Einmal im Jahr trifft sich "Fidelia" - Reiterswiesen, der Bildungs- und Kulturverein, zu seiner satzungsmäßigen Jahreshauptversammlung. Es ist der Termin, an dem die Reiterswiesener Narren nicht mit Frack und Zylinder, die Mädels nicht in ihren Tanzkostümen auftreten, auch wenn hier noch einmal das ganze Jahr bilanziert wird, vor allem die Faschings-Session.

Fasching beginnt für die Fidelia-Mitglieder schon seit Jahren mit dem Aufstellen des Maibaums. Denn schon da machen sich die Garde-Trainerinnen Gedanken über die nächsten Auftritte ihrer Mädels, schließlich beginnt nur sechs Monate später, am 11. November, die nächste Session.

Im vergangenen Jahr erlebten die Reiterswiesener in der Karnevalshochburg Köln mit gefühlt einer Million weiterer Narren im Stadtzentrum. Nach der nächtlichen Busfahrt nach Hause folgte dann tags darauf der Rathaussturm in Bad Kissingen "bei nicht ganz so viel Menschenmassen und um ehrlich zu sein, bei überschaubarem Publikum", so Vereinsvorsitzender Matthias Bühner. Danach ging aber bei den Reiterswiesenern der Fasching auch richtig los: 1. und 2. Sitzung, Seniorensitzung, Kinderfasching und Faschingstreiben im Tattersall, dazwischen und davor noch etliche Auftritte vor allem der Garden in Kurhäusern, Hotels und Kliniken und danach das obligatorische Helferfest, bei dem bei vielen Beteiligten die Augen schon um 21 Uhr zufielen.

Stolz sein könne die "Fidelia" auf 15 neue Mitglieder, die im Berichtsjahr dem Verein beigetreten sind und ihn mit 289 Mitgliedern zum drittgrößten Verein in Reiterswiesen machten.

Kurz gab der Vorsitzende auch einen Ausblick auf 2019, wo diesmal bereits im September ein Besuch zum ZDF Fernsehgarten in Mainz geplant ist. Auch zum Vereinshaus Krone, das in Zukunft den Namen "Bürgerhaus Krone" tragen wird, äußerte sich Matthias Bühner kurz. Die "Fidelia" werde mit vier anderen Vereinen das Haus weiterbetreiben. Mit einer Fertigstellung rechnet er um 2022.

Zum Schluss verabschiedete er mit Jennifer Dittmer und Franziska Zink zwei aktive Gardetrainerinnen und -tänzerinnen und überreichte Sarah Podda für ihre 25-jährige Vereinsmitgliedschaft eine Urkunde. Sabrina Flory wird die Urkunde nachgereicht.