Zur Hauptsonderschau 2017 der Nürnberger und Fränkischen Farbentauben, die in der Ausstellungshalle des Kleintierzuchtvereins Nüdlingen stattfand, waren nicht nur Züchter aus ganz Deutschland gekommen. Auch zwei Züchter aus Frankreich hatten sich auf den langen Weg gemacht, um ihre Farbentauben bewerten zu lassen und sie zu präsentieren.

Wie Walter Zischler (Gunzenhausen), Vorsitzender des Sondervereins der Nürnberger und Fränkischen Farbentauben, bei der Ausstellungseröffnung sagte, hatten mehr als 60 Züchtern insgesamt 721 Tiere zur Ausstellung nach Nüdlingen gebracht. Eigentlich, so Zischler, habe die Ausstellung schon 2016 in Nüdlingen stattfinden sollen . Wegen der Vogelgrippe musste sie jedoch ausfallen.

Dem Sonderverein gehören 260 Mitglieder an. Einmal pro Jahr findet eine Preisrichterschulung statt. Bei der Bewertung kommt es darauf an, wie sich die Tauben den Besuchern mit stolzer Haltung präsentieren und wie edel und gepflegt ihr Federkleid aussieht. Die Haupterkennungszeichen der Nürnberger und Fränkischen Farbentauben sind die ein- oder doppelreihig intensiv rot durchbluteten Augenränder.

Nüdlingen biete mit seiner großen Ausstellungshalle optimale Voraussetzungen. Hinzu komme die zentrale Lage. Der Sonderverein habe jedoch das Ziel, die Ausstellung immer an einem anderen Ort stattfinden zu lassen. Im kommenden Jahr sei sie im schwäbischen Maihingen (Landkreis Donau-Ries) geplant.

Bei der Eröffnung in der dekorierten Halle begrüßte Rainer Wilm, der Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins Nüdlingen, den Vorsitzenden des Sondervereins, Walter Zischler, sowie die Aussteller. Zischler fand großes Lob für den Kleintierzuchtverein Nüdlingen und seine Organisationsarbeit, dabei erwähnte er auch besonders die Preisrichter, die in kurzer Zeit eine enorme Leistung erbracht hätten, da es einige krankheitsbedingte Ausfälle gegeben hatte.