Auch wenn der Ausbau der Garitzer Kreuzung noch in einiger Ferne ist, ist das Straßenbauamt Schweinfurt derzeit auf Bad Kissinger Gebiet recht aktiv - und wird es noch bis ins nächste Jahr bleiben. Zwei Maßnahmen des Straßenunterhalts und der Verbesserung des Verkehrsflusses stehen zurzeit auf der Agenda der Schweinfurter.
An der Einmündung der Euerdorfer Straße (B 287) in den Westring an der Südbrücke haben die Arbeiten begonnen. Dort wird ein Problem behoben, das Autofahrern und Straßenbaubehörde schon länger ein Dorn im Auge ist: Die Rechtsabbiegespur - aus Richtung Euerdorf ist zu kurz, und die Anfahrt wird von den Linksabbiegern blockiert, weil die Fahrbahn für zwei Spuren zu schmal ist. Der verkehrsbeschleunigende Effekt des Grünpfeils kann dadurch nur begrenzt genutzt werden.

Auf der Innenseite ist Platz

Das Heilmittel heißt: Verbreiterung der Fahrbahn. Das ist einerseits relativ problemlos möglich auf der Innenseite der Kurve - die Außenseite ist begrenzt durch die Lärmschutzwand zum Rosenhof und durch einen breiten, weil kombinierten Rad-/Fußweg. "Andererseits kann die eigenständige Rechtsabbiegespur nicht beliebig lang werden wegen des Abzweigs der Bismarckstraße", sagt Baurat Matthias Wacker, der in Schweinfurt für den Bereich Bad Kissingen zuständig ist. Der Gegenverkehr, der von der Brücke herunter beispielsweise Richtung Campingplatz abbiegen will, sollte nicht zwei Spuren überqueren müssen. Damit Fußgänger die Straße an dieser Stelle leichter und sicherer überqueren können, wird an dieser Stelle ein Fahrbahnteiler eingebaut.

Der Trampelpfad macht's deutlich

Der Fuß- und Radweg an der Außenseite der Kurve bleibt in der bestehenden Form erhalten, denn er mündet unter der Brücke in den bundesstraßenbe gleitenden Weg Richtung Golfplatz. "Ob wir auf der Innenseite der Kurve auch einen solchen Weg brauchen, haben wir bei uns im Haus diskutiert", sagt Wacker. Das Ergebnis fiel zugunsten des Weges aus, "weil er die fußläufige Verbindung von der Ampel oben zur Bushaltestelle in Richtung Euerdorf unter der Brücke erschließt". Die Wichtigkeit zeige sich darin, dass es bereits einen abkürzenden Trampelpfad durch die Rasenfläche gibt. Deshalb soll auch der Fußweg durch einen erhöhten Bordstein abgesichert werden, dass Lkw und Busse die Kurve nicht mehr schneiden und Fußgänger dabei gefährden können.

Behindertengerechter Ausbau

Mit größeren Verkehrsbehinderungen rechnet Wacker nicht. Die Arbeiten beschränken sich zunächst auf die Innenseite der Kurve. Dann wird auf die Außenseite gewechselt. Wacker: "Wir bauen jetzt, bis der erste Schnee kommt, und machen nach der Winterpause weiter." Endgültig fertig wird die Gesamtmaßnahme ohnehin erst im nächsten Jahr, wenn nicht mehr mit Frösten zu rechnen ist. Dann wird während einer drei- bis fünftägigen Vollsperrung der Euerdorfer Straße die Deckschicht aufgebracht. Was dann noch fehlt, sind mehr oder weniger Kleinigkeiten: die Fahrbahnmarkierungen, die barrierefreien Absenkungen der Bordsteine an den Übergängen und die blindengerechte Ausstattung der Ampelanlage.

Bauarbeiten im Klauswald

Die anderen Aktivitäten haben sich im Klauswald entwickelt. Dort wird auf der B 286 zwischen Poppenroth und dem "gordischen Knoten" bei Albertshausen der Fahrbahn-Oberbau erneuert oder verstärkt, ebenso bei der Klauswaldstraße zwischen der "Serpentine" und der Einmündung in die B 286. Auch dort wird dann nach der Frostperiode auf allen Abschnitten die Deckschicht erneuert.
Außerdem wird die B 286 an der Einmündung der Klauswaldstraße um eine Linksabbiegespur aus Richtung Poppenroth verbreitert. Wacker: "An dieser Stelle ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen gekommen."
Der Baurat ist zuversichtlich: "Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, stehen wir auf dieser Seite der Stadt eigentlich ganz gut da." Fast. Denn dann fehlen nur noch der Umbau und die Sanierung der Garitzer Kreuzung und, als Großprojekt, das den Autoverkehr nachhaltig beeinflussen wird, der Neubau der wirtschaftlich nicht mehr sanierbaren Südbrücke.