"Die Jungs haben das Pflaster an zwei Wochenenden reingedonnert", lobte Bürgermeister Robert Römmelt (SPD) die Eigenleistung: Rund 1000 Quadratmeter groß ist der Platz unterhalb des Gebäudes. Organisiert hatte die Arbeiten der 3. Bürgermeister Günher Koch (CSU/FB).

"Die Außenhülle ist soweit fertig", berichtet Römmelt. Nun stünden die Elektro- und Installationsarbeiten sowie der Trockenbau im Bereich der neuen Gemeindekanzlei an. "Der Bauhof kann vermutlich schon im Laufe des Winters umziehen", kündigte der Bürgermeister an. Mit der Fertigstellung das gesamten Gebäudes, in dem Bauhof, Gemeindekanzlei und Feuerwehr untergebracht sind, rechnet er für den Spätsommer.

Mehr als 20 Jahre lang hatten die Riedenberger über das neue Mehrzweckgebäude diskutiert. 2011 gab es dann eine Lösung, die allerdings wegen der Kosten von 1,2 Millionen Euro erneut zu kippen drohte. Gegner machten eine kleinere Variante ohne Obergeschoss ins Spiel. 74 Prozent der Riedenberger sprachen sich jedoch für die große Variante aus, im Oktober 2011 war Spatenstich, vor dem Winter gingen die Rohbauarbeiten über die Bühne, heuer folgte der Aufbau mit den Ständerwänden. Nach dem Umzug des Bauhofes soll auch noch der bisherige Bauhof abgerissen werden: Das ehemalige Nebengebäude des Basaltwerkes steht unmittelbar oberhalb des Neubaus und soll Platz für Parkplätze machen.

Vier bis fünf neue Straßenlampen

Im Bereich des Mehrzweckgebäudes sollen auch vier bis fünf neue Straßenlampen aufgestellt werden. Der Gemeinderat forderte Eon auf, ein Konzept für den Bereich zwischen Bahnübergang und Einmündung Blumenweg zu erarbeiten.

Von 6900 auf 11.100 Euro, also um rund 4200 Euro haben sich die Gerüstbau-Arbeiten am Mehrzweckgebäude verteuert. Der Architekt machte dafür Massenmehrungen und das Anbringen der Aufschrift "Gemeinde Riedenberg" verantwortlich. Offen ist noch, wie das Flachdach des Nebengebäudes gestaltet werden soll: Joachim Hartling, Vorsitzender des Gartenbauvereins, hatte sich über die Kosten für ein Gründach informiert. 1400 Euro müsste die Gemeinde für eine Bepflanzung zahlen, die Alternative wäre eine Kies-Aufschüttung. Der Gemeinderat stellte das Thema allerdings zurück: Über das Flachdach wird zusammen mit den Außenanlagen beraten.

Gebühren Neu berechnet wurden die Gebühren für die Wasserver- und Abwasserentsorgung der Gemeinde Riedenberg. Die Wassergebühren bleiben laut dem Beschluss des Gemeinderates für die kommenden Jahre mit 1,44 Euro pro Kubikmeter auf dem alten Stand, die Kanalgebühren werden leicht von 1,98 auf 1,95 Euro pro Kubikmeter verbrauchtem Frischwasser gesenkt.

Zustimmung Das sonderpädagogische Förderzentrum St.-Martin-Schule Riedenberg hat der Gemeinde angeboten, das neue Buswartehäuschen in der Frühlingsstraße zu gestalten. Das Stahlgerüst mit Dach steht an der Auffahrt zum Caritas-Kinderdorf. Vertreter der Schule stellten in der Sitzung ein Modell vor, das anschaulich zeigte, wie das Buswartehäuschen mit Holz und bemalten Tafeln verschönert werden soll. An den Arbeiten sollen alle Schüler beteiligt werden, um auch Vandalismus vorzubeugen. Die Idee stieß im Gemeinderat auf breite Zustimmung, das Gremium gab nicht nur die Erlaubnis, sondern bot auch Unterstützung beim Kauf des Materials an.

Antrag Grundsätzlich positiv wurde der Antrag eines Anwohners der Sinntalstraße gesehen, einen Verkehrsspiegel vor seiner Ausfahrt anzubringen. Weil es sich um eine Hof-Einfahrt handelt, lehnte der Gemeinderat allerdings eine Übernahme der Kosten an. Zudem muss sich der Anwohner selbst um eine Genehmigung durch den Grundstücks-Eigentümer kümmern. Zudem soll der Verkehrsraum nicht eingeschränkt werden.