Eine bedeutende personelle Veränderung gibt es im Kloster Maria Bildhausen. Pfarrer i.R. Albin Lieblein verlässt die Einrichtung zum 1.Mai 2013 und zieht nach Münnerstadt in das Haus St. Michael des Juliusspital-Seniorenheimes. "Ich muss in meinem Alter Vorsorge treffen, falls ich selbst einmal Hilfe benötige", begründet der Seelsorger seinen Schritt.

Mit knapp 79 Jahren müsse er für den Notfall vorsorgen. Die entsprechenden Hilfen könnten in der Einrichtung Maria Bildhausen oder von den Schwestern nicht geleistet werden. "Ich habe mich aufgrund eines Hinweises im Haus St. Michael umgesehen und es hat mir gefallen", sagt Lieblein. In diesem Haus habe er eine große Zufriedenheit und die entsprechenden Einrichtungen vorgefunden.

Vorerst noch Seelsorger

Offiziell zieht der Pfarrer zum 1.Mai nach Münnerstadt. An seinen bisherigen Aufgaben und Tätigkeiten wird sich aber, bis ein Nachfolger in Maria Bildhausen gefunden ist, nichts ändern. Der Abschied fällt ihm nicht leicht. Bei allen Bewohnern und Besuchern von Maria Bildhausen ist Lieblein wegen seiner seelsorgerischen Tätigkeiten, seinen vielfältigen Aktivitäten und seines menschlichen und kommunikativen Wesens sehr beliebt und geschätzt. "Ich freue mich, dass wir in Franken so eine Stelle haben, an der eine Behinderteneinrichtung unter Führung des Dominikus-Ringeisen-Werkes aus einfachsten Verhältnissen bis zum heutigen sehr hohen Niveau entstanden ist", so Lieblein.
Die Entwicklung Bildhausens habe er stets verfolgt, da Behinderte aus seinem Heimatort Hambach hier waren. "Sie sind bei Heimatbesuchen durch ihr gewonnenes Selbstbewusstsein und ihr ordentliches Äußeres aufgefallen", erinnert er sich.

Fast zehn Jahre dabei

Ein besonderes Ereignis war für Pfarrer Lieblein die 850-Jahr-Feier des Klosters im Jahre 2008. Lieblein wirkt seit seiner Ankunft in Maria Bildhausen am 1.Oktober 2004 nicht nur als Seelsorger für die Schwestern, Betreuten und Gäste, er hinterlässt durch sein vielfältiges zusätzliches Engagement und seinen tatkräftigen Einsatz tiefe, bleibende Spuren.

Lieblein reaktivierte den historischen Obst- und Bienengarten und führte das nicht nur bei den Betreuten beliebte Bogenschießen ein, für das er in der ehemaligen Mühle eine beeindruckende Anlage schaffte. Auf seine Initiative hin gibt es seit 2005 am ersten Sonntag im Mai die Bergmesse auf dem Petersberg und das Apfelfest sowie das Benefiz-Schafkopfturnier des Fördervereins, dem er als Vorstandsmitglied angehört. Außerdem ist er ein begeisterter Golfer. Stets war der Ruhestandspriester auch aktiv in die zukunftsorientierten Planungen von Maria Bildhausen eingebunden.

Nach der Beisetzung des einstigen Hausgeistlichen Pater Jahn war Pfarrer Lieblein von mehreren Amtskollegen angesprochen worden, ins Kloster Maria Bildhausen zu kommen. Auch die damalige Oberin Schwester Armella und die, inzwischen verstorbene, Filialleiterin Schwester Hedwig, traten an ihn heran mit der Bitte, nach der Versetzung in den Ruhestand nach Maria Bildhausen zu ziehen. "Durch einen Mitarbeiter und eine Ordensschwester habe ich die Strukturen schon gekannt und mich schnell entschieden", sagt Lieblein heute. Mit einem Festgottesdienst am Mittwoch, 24. April, 10 Uhr wird Pfarrer Lieblein offiziell verabschiedet.