Das Ortsoberhaupt hatte erneut das Gespräch mit den beiden Ärzten gesucht, die planen, ihre Praxis nach Bad Bocklet zu verlegen. "Diese Entscheidung ist wohl endgültig", sagt Bug heute. Da sich in der Marktgemeinde dann nur noch zwei Praxen befinden, deren Betreiber "das Rentenalter schon erreicht haben", müsse ein Nachfolger gefunden werden. "Wir waren bei der kassenärztlichen Vereinigung und haben uns beraten lassen", erklärt er.

Dort hätte man erst einmal darüber informiert, dass es schwer sei, überhaupt Hausärzte zu finden, erst recht für den ländlichen Raum. Gründe seien der hohe bürokratische Aufwand, der mit diesem Beruf einhergehe, und die Belastung durch die Bereitschaftsdienste. Außerdem sei ein großer Anteil der Ärzte inzwischen weiblich. Etliche Frauen planen aber nach Ansicht Bugs in Teilzeit zu arbeiten und wollen daher keine komplette Praxis übernehmen. Dennoch werde man im Markt Burkardroth aktiv nach Ärzten suchen - "unter anderem mit Anzeigen", ergänzte der Bürgermeister.

Während die Ortsgespräche nur in Wollbach und Zahlbach stattgefunden hatten, standen in allen zwölf Ortsteilen des Marktes Bürgersprechstunden an. "Der Run ist vielleicht nicht mehr ganz so groß wie zu Beginn", sagt Bug, "aber überall gab es Gesprächsbedarf." Zwischen zwei und sechs Personen hätten jeweils das Einzelgespräch gesucht.

Im Anschluss fanden, bei Bedarf, Ortseinsichten statt. In Oehrberg, Katzenbach, Lauter, Stralsbach und Gefäll habe man sich vor allem die Friedhöfe angesehen. Dabei sei es hauptsächlich um Urnenbestattungsmöglichkeiten gegangen. Bug hatte von den Bürgern wissen wollen, welche von vier angedachten Möglichkeiten sie in Betracht ziehen. Nun bleiben als Optionen Urnenwände, einzelne Urnentürme oder Urnenröhren mit Stelen. Das Planungsbüro Dietz und Partner (Engenthal) wird dafür Kostenschätzungen erstellen und diese vorlegen. Nächster Schritt wäre dann ein Architektenvertrag.

An den Bürgergesprächen in den einzelnen Ortsteilen möchte Waldemar Bug auch im nächsten Jahr festhalten. "Ich habe festgestellt, dass es ein Bedürfnis gibt, mit dem Bürgermeister zu sprechen." Und die Stunde danach mit den Ortseinsichten habe sich ebenfalls bewährt - gerade wenn Fragen, wie in diesem Jahr zu den Friedhöfen, im Raum stehen. In Premich habe man zudem über einen Weg gesprochen, der von der Flurbereinigung betroffen ist. "Mal sehen, welches Thema im nächsten Jahr ansteht", ergänzt der Bürgermeister.