Auch wenn alles noch voll nach Baustelle aussieht, sind sich Caritas-Geschäftsführerin Claudia Rößner und Architektin Traudl Schwarz einig: Ab 17. April zieht die Caritas vier Tage lang von ihrem Ausweichdomizil in der Röntgenstraße zurück in ihr von Grund auf saniertes "Stammhaus" in der Hartmannstraße.

"Ich bis seit über 25 Jahren hier, und schon damals gab es Gedankenspiele, dass das Haus saniert werden muss", sagt Claudia Rößner. Ab Februar 2011 begannen die Arbeiten mit dem Abriss der alten Turnhalle, anschließend wurde das aus den 1920er-Jahren stammende Hauptgebäude teilweise entkernt.

Laut Traudl Schwarz stellte sich erst während der Arbeiten heraus, dass eine einfache Sanierung nicht ausreicht. Vor allem aus Gründen der Statik zog sich die Baumaßnahme schließlich länger hin, als ursprünglich gedacht. Unter anderem mussten die Holzbalken-Decken verstärkt werden, das Traggerüst wurde von oben nach unten ersetzt. Das hat sich auch auf die Kosten ausgewirkt, die sich von knapp unter zwei Millionen auf 2,3 Millionen Euro erhöht haben.

Endlich ein Lift

Mit der Sanierung hat das Gebäude, das einst von den Englischen Fräulein als Internat genutzt wurde, eine neue Raumstruktur, neue Fußböden, neue Fenster und Sanitäranlagen und neu abgehängte Decken. Ein eigenes Blockheizkraftwerk versorgt die neue, hinter den Wänden verborgene Heizung. Zudem ergänzt nun ein Lift die ebenfalls sanierten Treppenhäuser. "Wir konnten bisher keine Beratungsstelle im 3. Stock unterbringen, weil Behinderte und ältere Menschen keine Möglichkeit hatten, nach oben zu kommen", sagt Frau Rößler.
Neugestaltet wird derzeit noch der Hof, der auch sieben Parkplätze für Gehbehinderte bieten wird. An der Außenfassade sind ebenfalls noch Arbeiten nötig.

Die Sozialstation bleibt auch während des Umzugs erreichbar. Die Beratungsstellen sind ab 22. April wieder besetzt, nur die Eheberatung zieht erst am 22. und 23. 4. nach. Neu im Caritas-Haus aufgenommen wird die Kurseelsorge, auch Bernd Keller erhält für die Ehe- und Familienseelsorge einen eigenen Raum. Nur das Kramlädchen verbleibt in der Röntgenstraße. "Wir haben lange mit Provisorien gelebt, das ist nun vorbei", freut sich Claudia Rößner.