Charity - so der Duden - ist eine Veranstaltung, die einen guten, einen karitativen Zweck verfolgt. Diese Beschreibung trifft auf das HFS-Event zu, das fünf Schüler der Fachschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe an der Staatlichen Berufsschule unter dem Motto "MainFranken - ein Tribut an die schönste Region der Welt" organisiert haben.

"Der Abend zeigt: Theorie trifft Praxis", meinte Weinbaupräsident Artur Steinmann als Grußredner mit dem Blick in das weite Rund der "Event-Halle", nämlich der in der rot-weiß dekorierten Turnhalle der Berufsschule, und ergänzte anerkennend: "Man sieht die Leidenschaft, mit der aus einer Idee eine tolle Veranstaltung wird." Dann spannte er den Bogen zum Tourismus als Wirtschaftsfaktor in Franken, dessen Kreisläufe bis in die kleinste Kommune reiche, und der von freundlichen Gastgebern und einem guten Service getragen werde.

Verbundenheit zur Region

Das Motto des Abends zeige die Verbundenheit zur Region, und die unterfränkische Weinkönigin Carolin Meyer (Castell) wandte sich direkt an die HFS-Absolventen und die gastronomischen Helfer des Abends: "Behaltet die Heimat im Herzen, auch wenn ihr als kulinarische und kulturelle Botschafter in der Welt unterwegs seid." Ergänzt wurden diese Wünsche an die Akteure des Abends durch Bierprinzessin Kerstin Friedrich aus dem Landkreis Haßberge, die eine kulinarische Reise mit unterfränkischen Spezialitäten sowie "Bier und Wein" andeutete. Dies wurde mit einer delikaten Vorspeise, fränkischem Hochzeitsessen, Forelle auf Kartoffeltaler, Käsespätzle und einer verführerischen Nachspeise umgesetzt. Und zwischen den einzelnen Gängen war jeweils Luft für eine kurze Ansprache durch die fünf HFS-Absolventen, mit der man auf die "Monate der Planung mit einem Etat von null Euro" zurückblicken, oder das Motto des Abends ("Wir kommen alle aus der Umgebung") begründen, oder den nächsten Gang mit "Jetzt kommt was G´scheits" ankündigen, oder sich bedanken konnte: "Ohne euch alle - Helfer und Gäste - wäre der Abend in diesem Umfang nicht möglich gewesen!"

Überschüsse fließen in die Weihnachtshilfe

"Es ist unsere 6. Veranstaltung, die im Unterrichtsfach Eventmanagement stattfindet, und sie trägt wesentlich zum Bekanntheitsgrad der Hotelfachschule bei", so Schulleiterin Karin Maywald. Von diesem Bekanntheitsgrad, der über 200 Gäste anlockte, profitierte diesmal die Weihnachtshilfe der Saale-Zeitung, der die Überschüsse des Abends zufließen. Susanne Will dankte den jungen Menschen, "die sich in einer Welt des Überflusses mit Not und Armut auseinandersetzen". Es gehe uns gut, doch nicht allen, meinte die Kissinger Redaktionsleiterin. In sehr persönlichen Worten schilderte sie, wie schnell man den Boden unter Füßen verlieren kann und erst durch finanzielle Hilfe, aber auch durch menschliche Zuwendung wieder stabilisiert werde. Dank der Spendenbereitschaft konnten 2018 circa 55.000 Euro als Soforthilfe über den Bad Kissinger Caritasverband bereitgestellt werden - und mit dem Überschuss des heutigen Abends werde der Grundstock für die Weihnachtshilfe 2019 gelegt.

Freudig überrascht war StDin Uschi Delißen als verantwortliche Lehrkraft sowohl vom Motto des Abends, als auch von dessen karitativem Zweck. Das Motto zeige die Verbundenheit zur Heimat und erkläre auch das zeitintensive Engagement von Larissa Bauer, Ina Benkert, Lisa Jonas, Tobias Pekarek und Svenja Schmitt für diesen Abend. In ihrem Unterrichtsfach werde die Veranstaltung ausgedacht, geplant, vorbereitet und ausgeführt - letzteres mit Hilfe von Fachklassen der Gastronomie und der Köche, unter der Leitung der Lehrkräfte Barbara Zollner-Siegler und Markus Bötz sowie der Unterstützung zahlreicher Sponsoren, die durch Imagefilme und Werbetafeln den Abend umrahmten, oder Hauptpreise für die abschließende Verlosung zur Verfügung stellten. Der Dank des HFS-Teams galt auch der Tanzgruppe des Heimat- und Volkstrachtenvereins Gochsheim für seine Darbietungen und der musikalischen Ausgestaltung durch die Hollschter Musikanten (aus Hollstein), die mit schwungvollen Rhythmen für Stimmung und eine gut frequentierte Tanzfläche sorgten.