Ein Bündnis besonderer Art gibt es seit kurzem: Auf dem Truppenübungsplatz Seetaler Alpe in der Steiermark besiegelten Oberst Manfred Hofer, Kommandant Truppenübungsplatzkommandantur Seetaler Alpe, und Oberstleutnant Kai Schulze, Kommandant Truppenübungsplatzkommandantur Wildflecken, die Patenschafts- und. Kooperationsvereinbarung beider Truppenübungsplätze in einem feierlichen Akt. Dieses Novum in der Truppenübungsplatzlandschaft stellt somit die Weichen für weitere bilaterale Beziehungen.

Der Truppenübungsplatz Seetaler Alpe liegt im Hochgebirge des idyllischen steirischen Zirbenlandes. Gelegen auf 1500 bis 2300 Höhenmetern setzt dieser Maßstäbe im Rahmen alpiner Herausforderungen im infanteristischen Kampf, insbesondere die Schieß- und Übungsanlagen bieten beste Voraussetzungen für einsatznahe Szenarien der Gebirgstruppen sowie für Spezialisierte und Spezialkräfte, wie zum Beispiel dem Jagdkommando des österreichischen Bundesheeres.

Absicht beider Kommandanten, welche in einführenden Gesprächsrunden erörtert wurde, ist es, durch einen gelebten Informationsaustausch und "lessons learned" in Fragen der Schießsicherheit, der Betriebsführung und Infrastruktur Synergien zu schaffen als Voraussetzung für ein "best practice". "Ein einfaches Zuprosten an der Bar war mir nie genug im Bezug einer internationalen Kooperation. Ziel war es, einen zuverlässigen internationalen Partner mit identischer Aufgabenstellung zu finden, den wir in der Truppenübungsplatzkommandantur Wildflecken gefunden haben." sagte Oberst Hofer im österreichischem Fernsehen. Dies bestätigte Oberstleutnant Schulze: "Wir sind uns in unserer Aufgabenstellung so ähnlich, so dass wir durch diese Kooperation Synergien, durch den Austausch von Prozessabläufen und 'lessons learned', für unsere beiden Truppenübungsplätze erzielen werden."

Oberst Hofer besuchte bereits im September 2018 mit einer Delegation den Truppenübungsplatz Wildflecken zum Wissenstransfer. Hierbei wurde der Grundstein für die Patenschaft gelegt. Schirmherren für die offizielle Patenschafts- beziehungsweise. Kooperationsvereinbarung war zum einen auf deutscher Seite Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis, zum anderen auf österreichischer Seite Generalleutnant Franz Reißner, Kommandant der Streitkräfte.

Beide Kommandanten, Oberst Hofer sowie Oberstleutnant Schulze, sind sich einig, eine gemeinsame Kooperation ist nur dann wertschöpfend, wenn diese durch intensives Networking befeuert und permanenten Wissenstransfer entflammt wird, dabei darf der zwischenmenschliche und kulturelle Austausch nicht außer Acht gelassen werden. Weiterhin bedarf es einer gelebten Kameradschaft und einem nahezu identischen Wertesystem und Mindsetting. red