"Der Abschluss der Sanierungsarbeiten am Hochbehälter in Zeitlofs ist für uns eine gute Gelegenheit, der Bevölkerung auch einmal ein paar Dinge zu zeigen, die sonst eher im Verborgenen bleiben", beschrieb Wasserwart Matthias Hauke die Idee zu dieser Informationsveranstaltung. "Und der Bürger kann außerdem vor Ort ganz genau nachvollziehen, was mit seinen Gebühren und Steuergeldern passiert", ergänzte Bürgermeister Wilhelm Friedrich (CSU).

Die Verantwortlichen hatten für den Trinkwassertag ein umfangreiches und interessantes Programm auf die Beine gestellt, für das der Startschuss bereits am Sonntagvormittag an der Aufbereitungsanlage in der Nähe des Grieshofes fiel. Bei stündlichen Führungen erläuterten Hauke und dessen Kollegen den Besuchern nicht nur die technische Einrichtung im Gebäude, sondern erklärten auch die Funktionsweise der Vielzahl von Rohren und Geräten. Ob nun Flachbettbelüfter. Einschichtfilter, UV-Anlage oder Förderpumpen - zu allen Requisiten gab es von den Experten detaillierte Informationen.

Hauke brachte bei dieser Gelegenheit auch ein paar beeindruckende Zahlen zur Sprache. So ist das Leitungsnetz rund 35 Kilometer lang, über 22 Kilometer liegen direkt in Zeitlofs. 772 Anschlussteilnehmer bei 2050 Einwohnerwerten (EW) werden derzeit mit Trinkwasser versorgt. Der jüngste gemessene Spitzenbedarf lag in der Kerngemeinde bei 395 Kubikmeter pro Tag, in Detter waren es immerhin noch 285 Kubikmeter. Zwischen 180 und 200 Störungen jährlich werden von den sensiblen Messgeräten angezeigt. "Diese Probleme sind aber in der Regel schnell behoben", klärte der Wasserwart die Gäste auf, da es sich meist nur um technische Feinheiten handele. Ganz anders sehe die Sache bei einem komplexen Rohrbruch aus, der manchmal erst aufwändig lokalisiert werden muss.

Während von den Besuchern in der Aufbereitungsanlage noch die präsentierten Zähler, Armaturen, Rohrquerschnitte sowie die plakativen Schautafeln und andere Ausstellungsstücke bestaunt wurden, hatten sich einige Dutzend Wanderfreudige vom Rathaus aus mit Bürgermeister Friedrich auf den Weg gemacht. Sie wollten verschiedene Objekte der Wasserversorgung, darunter die Brunnenstube 1, zu Fuß erkunden.

Um die Mittagszeit verlagerte sich das Geschehen mehr und mehr in Richtung des Hochbehälters oberhalb der Siedlung, den es bereits seit 1971 gibt. Die jetzt abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen hatten im August 2017 begonnen und schlagen mit rund 450.000 Euro zu Buche. Die beiden Kammern der Anlage, die 318 Meter über Normalnull liegt, können insgesamt 500 Kubikmeter Wasser speichern. Da ein Raum momentan noch trocken und leer ist, war es sogar möglich, einen Blick in das mit Edelstahl ausgekleidete Rondell zu werfen, Besonders in diesem Bereich wachten die Verantwortlichen mit Argusaugen auf die Sauberkeit. Ohne die bereitliegenden Überzieher für die Straßenschuhe war der Zutritt nicht erlaubt.

Natürlich verursacht eine solch umfangreiche Exkursion bei allen beteiligten Hunger und Durst. Hier hatte die Dorfgemeinschaft Zeitlofs an beiden Stationen mit Getränken, Snacks und Kuchen vorgesorgt.