Bei der Jahresversammlung der Feuerwehr Rupboden berichtete Schriftführerin Christin Zink von 70 Feuerwehrangehörigen. Zwei Ehrenmitglieder seien gleichzeitig noch aktive Mitglieder. Sie hatte noch weitere Zahlen parat: Unter den aktiven Mitgliedern befinden sich zehn Gruppenführer, sechs Maschinisten und sieben Atemschutzgeräteträger. Aktuell gibt es bei den Floriansjüngern in Rupboden ist 29 aktive Mitglieder, 15 Ehrenmitglieder, 14 passive Mitglieder, zehn Jugendfeuerwehrler und vier Kinderfeuerwehrler. Neu eingetreten in die Jugendfeuerwehr sind Ronja, Robin und Jonas Helmert, Gabriel Ziegler und Jonathan Richter.

Und sie ging noch tiefer in die Statistik: So sind 2017 insgesamt 978 Stunden geleistet worden, davon 382 Stunden aktiver Dienst, 138,5 Stunden Vereinsdienst, 70,5 Stunden Einsätze sowie 387 Stunden für Dienstbesprechungen. Nicht aufgeführt sind dabei sämtliche Helferstunden bei Festveranstaltungen in Rupboden und deren Vorbereitung beziehungsweise Abbau. Im Durchschnitt haben die aktiven Feuerwehrmänner im vergangenen Jahr 24,7 Stunden geleistet, so Zink.


Einmal geht die Sirene

Übungen und Einsätze beschäftigten Kommandant Thomas Hüfner: Nach 14 Einsätzen 2015 und den 23 im Rekordjahr 2016 stehen 2017 nur neun zu Buche, bilanzierte er: Beispielsweise wurden die Atemschutzgeräteträger zu einem Gasaustritt an einer Tankstelle nach Bad Brückenau alarmiert. Da tagsüber nur begrenzt Atemschutzgeräteträger zur Verfügung stehen, bekamen die Rupbodener den Auftrag, mit anzufahren. Am 21. Juni ging um 16.21 Uhr das einzige Mal die Sirene in Rupboden. Ein kleiner Waldbrand fraß sich in der Nähe des Sportplatzes durch das Unterholz. Im September rückten die Atemschutzträger zu einem Brandmeldealarm in das Haus Raphael nach Zeitlofs aus, was sich als Fehlalarm herausstellte

Einige Gruppen- und Großübungen seien 2017 abgehalten worden, wobei die Beteiligung zufriedenstellend war, betonte Hüfner. So nahmen an der Großübung am 17. September 24 aktive Mitglieder teil. Im November wurde eine theoretische Unterweisung zum Thema "Gefahren der Einsatzstelle" abgehalten. Hier müsse die starke Beteiligung von 26 aktiven Mitgliedern positiv erwähnt werden. 2017 wurde in der Großgemeinde keine Alarmübung organisiert. Lediglich die Atemschutzgeräteträger hatten die Gelegenheit, an einer Großübung im ehemaligen Haus Waldenfels teilzunehmen. Lob gab es auch vom 2. Bürgermeister Roland Limpert: Die Rupbodener Feuerwehr sei auf einem sehr sehr guten Ausbildungsstand.


Ältestes Feuerwehrauto im Altlandkreis

Natürlich war das neue Feuerwehrauto ein Thema in der Versammlung: Hüfner informierte über den 2017 gestellten Antrag für ein neues, wasserführendes Feuerwehrfahrzeug. Das aktuelle Auto sei Baujahr 1988 und werde jetzt 30 Jahre alt. Es ist somit das älteste Haupt-Feuerwehrfahrzeug einer Feuerwehr im Altlandkreis Bad Brückenau. 2. Bürgermeister Roland Limpert wusste zu berichten, dass die Gemeinde im Kontakt mit der Landkreisfeuerwehrführung sei: "Die Gemeinde ist sich der Situation bewusst und wisse, dass gehandelt werden muss." Auch Kreisbrandmeister Wolfgang Kenner ging auf das Feuerwehrauto ein. Das eventuell neue Fahrzeug TSF-W helfe die Zehn-Minuten-Hilfsfrist einzuhalten, ebenso sei bei einem Fahrzeug mit Atemschutz auch Wasser im Tank notwendig. Daher sei dieses Fahrzeug das Mittel der Wahl, um dies zu gewährleisten.

Der Kreisbrandmeister sprach seinen Dank für die Teilnahme an der Ausbildung/Übung in Wildflecken aus, bei welcher realistische Einsätze geübt werden konnten.Da es auf die Dauer gesehen immer lichter wird in den Reihen der aktiven Feuerwehrmänner, muss die Zusammenarbeit mit den anderen Wehren intensiviert werden, damit der Schutz der Bevölkerung weiterhin gewährleistet werden kann. Kenner ging auf die heuer geplante Straßenerneuerung zwischen Rupboden und Eckarts ein. Dadurch erfolgte eine Absperrung von Bad Brückenau, das heißt größere Anfahrtszeiten für die Brückenauer Feuerwehr - während der Straßensperrung ist Rupboden quasi auf sich gestellt. Dies könne dazu führen, dass vielleicht ein wenig mehr zu tun ist.


Nachwuchs übt fleißig

Die Jugendfeuerwehr des Marktes Zeitlofs wird weiter vom Weißenbacher Kommandanten Thomas Brand geleitet, der etwa im Drei-Wochen-Takt Übungsabende abhielt. Von den 24 Jugendlichen kommen zehn aus Rupboden, acht aus Weißenbach, drei aus Zeitlofs, zwei aus Eckarts und einer aus Roßbach. Erwähnt wurde das Jugendzeltlager in Hammelburg auf Schloss Saaleck, bei dem die Rupbodener ein Wochenende mit viel Spiel und Spaß mit vielen anderen Jugendgruppen verbrachten. Aber der Nachwuchs hat auch kräftig geübt: Die Jugendfeuerwehrgruppe nahm an elf Übungsveranstaltungen teil. Hinzu kommen noch die Übungen für die Vorbereitung zum Wissenstest.

Feuerwehrvereins-Vorsitzender Thomas Hüfner berichtete, dass in Rupboden zwar nicht oft, aber dafür richtig gefeiert werde. Das Jubiläumsjahr wurde unter der Federführung der Feuerwehr Rupboden veranstaltet. Die Feierlichkeiten begannen am 14. Mai mit der Buchvorstellung der Ortschronik. Der Festakt am Sonntag startete mit einem Gottesdienst. Nach dem Festakt eröffnete Schirmherrin Dorothee Bär die begehbare Chronik. Als Dankeschön für den Einsatz am Dorffest wurden alle Helfer am 9. September zu einem Helferfest in die Festhalle eingeladen. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres erstellte die Feuerwehr noch einen Bildband über das Jubiläum.

Die Einführung der Feuerwehr-Verwaltungssoftware "MP Feuer" hat der Verein auf den Weg gebracht. Mit der Eingabe der Stammdaten und der Datenpflege können Anfang des Jahres begonnen werden. Einstimmig wiedergewählt wurden als Kassenprüfen Patrick Bohn und Jürgen Stelzner


Ehrungen

20 Jahre Vereinszugehörigkeit: Christian Ullrich; 30 Jahre: Roland Strebl; 30 Jahre: Heiko Richter; 40 Jahre: Klaus Wagner, Martin Reusch, Manfred Baumgartner; 55 Jahre: Manfred Bohn .


Termine

30. April: Maibaum-Aufstellen; 2. bis 4. Juni: 140 Jahre Feuerwehr Rupboden;
1. bis 3. September: Kirmes in Rupboden; 27. Dezember: Jahreshauptversammlung.