Es folgt die Pressemitteilung im Wortlaut: "Der LBV möchte an alle Beteiligte appellieren, sämtliche Planungsschritte bezüglich Windkraftanlagen im Roßbacher Forst nicht weiter zu forcieren.

Die Belange des Artenschutzes würden in diesem naturschutzfachlich hochwertigen Areal nach wie vor die Privilegierung von Windkraftanlagen als Bauvorhaben im Außenbereich aushebeln, wodurch eine Genehmigungsfähigkeit nicht gegeben wäre. Eine Herausnahme des Areals aus dem Landschaftsschutzgebiet "Bayerische Rhön" wäre nicht verhältnismäßig .

Hochsensibles Areal

Nimmt man die für Windenergienutzung vorgesehen Flächen aus dem Geltungsbereich der Schutzverordnung heraus, so hat das zur Folge, dass in einem erheblichen Teilbereich des Schutzgebiets sämtliche vom Schutzzweck umfassten Schutzgüter ihren besonderen Schutz durch Verordnung verlieren, also auch diejenigen, die nicht mit der Errichtung von Windenergieanlagen in Konflikt stehen.

Diese Vorgehensweise entspricht nicht dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, wenn es eine Möglichkeit gibt, das verfolgte Ziel - Sicherung der Energieversorgung und Klimaschutz - auf eine die Belange von Naturschutz und Landschaftspflege weniger beeinträchtigende Weise zu erreichen. Die Herausnahme der Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet ist in diesem naturschutzfach hochsensiblen Areal grundsätzlich nicht zweckmäßig und nicht zu rechtfertigen, da sich die Flächen nachher aus artenschutzrechtlichen Gründen als untauglich erweisen würden."

Ein Interview mit Norbert Schmäling, Kreisvorsitzender des LBV, lesen Sie hier.