Viele Mitglieder des Freundeskreis folgen dem Bayerischen Kammerorchester Bad Brückenau (BKO) auch auf Gastspielen fernab der Heimat. Der Verein bietet deshalb gemeinsame Fahrten an, bereits Tradition ist dabei die gemeinsame Fahrt zum Benefizkonzert der Stiftung "Gute Tat" in Berlin. Sie stand auch im Jubiläumsjahr des Vereins auf dem Programm.

Nach 2014 und 2016 spielte das Bayerische Kammerorchester Bad Brückenau heuer zum dritten Mal dieses Konzert, das seit insgesamt neun Jahren stattfindet. Kein anderes Orchester wurde bisher so häufig für die Veranstaltung in der Hauptstadt engagiert. Vorwiegend aus der Umgebung von Bad Brückenau und Werneck - dem ehemaligen Sitz des Orchesters - waren 55 begeisterte Fans beim "Klassik- Vergnügen" im ausverkauften Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin dabei.

Im Vorwort des Programmheftes zitiert der Vorstand der Organisation "Gute Tat" in Berlin, Jürgen Grenz, den Geschäftsführer des BKO, Pavol Tkac: "Wir sind ein bunter Haufen, verbunden durch die Liebe zur Musik". Diese Buntheit und Liebe war in jedem der Stücke spürbar und übertrug sich vom ersten Moment an auf die Zuhörer mit dem Kyrie und Gloria der Missa in D von Otto Nicolai, gesungen vom Staats- und Domchor Berlin, begleitet vom Bayerischen Kammerorchester Bad Brückenau. Unter Leitung des Dirigenten Johannes Moesus und moderiert von Holger Wemhoff, Chefmoderator bei Klassik Radio, standen bekannte Solisten wie der Weltklasse-Bratschist Nils Mönkemeyer und der Pianist William Youn auf der Bühne, die beide schon als Solisten in Bad Brückenau bei den Jahreszeitenkonzerten im Kursaal begeisterten.

Der israelische Mandolinist Avi Avital, der erst 17-jährige Pianist George Harliono und der Ausnahme-Cellist Jan Vogler zogen wie auch der mehrfach preisgekrönte Violinist Niklas Liepe das Publikum in ihren Bann. Eine ganz besondere Atmosphäre löste Andreas Arend mit dem Spiel des alten Instrumentes Theorbe aus, deren Töne in der hervorragenden Akustik der Philharmonie Berlin noch im letzten Winkel glasklar zu hören waren.

Das BKO überzeugte aber auch ohne Solisten mit einer Sinfonie von Antonio Rosetti, einem Komponisten, der dem Dirigenten Johannes Moesus ganz besonders am Herzen liegt. Der Counter-Tenor Filippo Mineccia setzte den glanzvollen Schlusspunkt des Konzertes und entließ die Zuhörer mit dem Gefühl, einen ganz besonderen Konzertabend erlebt zu haben. Und der Freundeskreis freute sich zudem über den besonderen Dank der Organisatorin des Konzertes, den diese in ihren Schlussworten von der Bühne aus an die Mitglieder richtete.

Ein ausgefallenes Rahmenprogramm rund um den Konzertbesuch organisierten in bewährter Weise Heike Kötzner und Wolfgang Reichelt mit Unterstützung von Dr. Karin Ott, stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises und Initiatorin der Berliner Konzertreisen.

Schon am Anreisetag besuchten die Teilnehmer den Bundestag und informierten sich über den Tagesablauf der Abgeordneten. Die Assistentin der CSU-Wahlkreisabgeordneten Dorothee Bär begleitete die Gruppe auch zum Besuch einer Debatte im Plenarsaal, wo Dorothee Bär mit einem Winken zur Tribüne die Gäste aus der Heimat begrüßte. Ein anschließender Rundgang auf der Reichstagskuppel mit Blick über das nächtliche Berlin rundete den ersten Besuchstag ab.

Der zweite Tag begann mit einem Besuch auf dem Fernsehturm mit aufgrund des klaren Himmels hervorragenden Ausblicken über die Hauptstadt, gefolgt von einer Führung im Roten Rathaus. Zeit blieb trotz des vielfältigen Programmes für persönliche Aktivitäten: Freunde treffen, Bummel und Shopping oder Besuch auf den Weihnachtsmärkten. Nach dem Konzertabend wurde bis spät in die Nacht in einer urigen Berliner Kneipe der neuerliche Erfolg des BKO in der Philharmonie gefeiert.

Für eine angenehme, entspannte und sichere Bus-Reise hin und zurück sorgten Fahrer Gregor Liebelt und der Bordservice durch seine Frau Nathalie.