Eigentlich hätte die Verlängerung der Durchfahrtszeiten durch die FußgängerzoneEnde August enden sollen. Nun entschied der Stadtrat mit 13:6 Stimmen, die Testphase um einen Monat zu verlängern. Hintergrund ist, dass der Stadtrat im August über eine mögliche Fortführung der Probephase hätte entscheiden müssen - mitten in der Urlaubszeit. Mit dem Beschluss wird sich der Stadtrat nun erst im September mit der strittigen Frage beschäftigen.

Aufgeworfen hatte das Thema Adelheid Zimmermann (FDP). Sie sprach sich schon jetzt für eine Verlängerung aus. 2. Bürgermeister Jürgen Pfister (PWG) plädierte dafür, erst die Auswertung der Geschwindigkeitsmessanlage sowie den Bericht des Einzelhandelsverbandes abzuwarten. Ein Student der Universität Würzburg, der gerade ein Praktikum beim Verband macht, begleitet aktuell die Testphase mit Umfragen und eigenen Erhebungen.


Viel Bewegung am Vormittag

Tourismusreferent und erklärter Gegner der Test-Öffnung ist Hartmut Bös (CSU). Er wies darauf hin, dass die Messanlage auf Höhe der Alten Post auch Menschen, die schnelleren Schrittes vorbeiliefen, erfasse. "Ich möchte wissen, was diese Anlage genau misst", forderte er eine belastbare Grundlage für Zahlen. Insgesamt, so schilderte es Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU), habe sich der Verkehr, der zuvor offiziell bis 11 Uhr in die Fußgängerzone einfahren durfte, in ähnlichem Ausmaß bis auf etwa 13 Uhr verteilt. Zusätzlich seien auch am Nachmittag Fahrzeuge in der Ludwigstraße unterwegs.

Eine zweite Messanlage sei bereits bestellt worden, ergänzte Meyerdierks. Sie soll auf Höhe des Buchladens aufgestellt werden. Für den Fall, dass der Stadtrat die Öffnung der Fußgängerzone verlängert, erinnerte sie an einen Hinweis der Polizei. Diese hatte empfohlen, bei einer langfristigen Änderung Richtungspfeile an den Gassen anzubringen, damit es nicht zum Begegnungsverkehr kommt.

Benjamin Wildenauer (SPD) sprach an, dass manche Autofahrer von der Sparkasse aus in die Fußgängerzone einfahren. Dies ist laut Beschilderung zwar nicht erlaubt, wird aber von manchen nicht beachtet.