Echtes Wanderwetter hatte viele Naturfreunde eingeladen, um das erleben zu können, was Goethe so ausdrückte: "Wie herrlich leuchtet mir die Natur! Wie glänzt die Sonne! Wie lacht die Flur!" Und erstaunlich viele Wanderer ließen den Tag mit dem Besuch des Konzertes der Feuerbergmusikanten ausklingen, das den Titel trug "Euch und uns zur Freude". Das sei ein verheißungsvoller Titel, meinte dann auch Pater Georg in seiner Begrüßung. Nur, wer selbst begeistert sei, könne auch andere Menschen begeistern.

Dichtung und Musik - eine Einheit

Die Moderation hatte Brigitte Schmidt übernommen. Sie verstand es, die Musik mit passenden Texten großer Literaten zu verbinden. Zum Einstieg las sie ein Gedicht von Mascha Kaleko, in dem es am Ende heißt "Ich freue mich, dass ich mich an das Schöne und an das Wunder niemals ganz gewöhne...". Mit "Ein Herz für die Blasmusik" eröffneten die Feuerbergmusikanten sodann ihren musikalischen Part. Gekonnt, sauber und voller Begeisterung folgten die Musiker ihrem "Chef" Edwin Schäfer, der seine Langenleitner seit vielen Jahren dirigiert. Das folgende "Glory Halleluja" konnte dank der Texttafel mitgesungen werden. Fehlen durfte in diesem Konzert auf keinen Fall "The Rose", das von vielen Interpreten auf der ganzen Welt Verbreitung gefunden hat, handelt es sich doch um die Blume der Liebe. Zu dem Titel "Das Geheimnis der Rhön" liefen während des Vortrages Rhön-Bilder an der Leinwand, und Myriam Voll sang mit Edwin Schäfer im Duett: Hohe Matten auf dem Rücken der Rhön. Der Schöpfer hat alles Schöne dieser Welt in unsere herrliche Heimat gestellt. Die Augen schließen und träumen, war möglich bei dem getragenen Titel "The Sound of Silence", bei dem die Musiker die zarten Töne meisterhaft und einfühlsam interpretierten. Im Text heißt es "Hallo Dunkelheit, mein Freund, wir müssen reden, hast du Zeit". Melancholie pur. Ebenso melancholisch war das folgende Blasmusikstück mit Gesang "Für immer Du!" - ein Stück, das Mathias Rauch einem guten Freund im Gedenken an dessen Frau widmete.

Leben ohne Musik?

Die Frage: Was wäre das Leben ohne Musik? Diese Frage stellte die Moderatorin in den Raum. Weil Musik Labsal für die Seele ist, egal, ob in dunklen oder in hellen Tagen, sei ein Dank an die Feuerbergmusikanten, die aus dem Dorfleben ihres Heimatortes nicht mehr wegzudenken seien, durchaus angebracht, ebenso an die Komponisten, die, inspiriert vom Geist Gottes, Großartiges geschaffen haben.

ABBA drückte es aus mit "Thank You For The Musik!" Das war eine Freude versprühende Interpretation. Der Titel des folgenden Stückes klingt etwas hart und steif: Bergwerk. Wenn jedoch der Text im Duett von Myriam Voll und Dominik Schäfer perfekt vorgetragen wird, entpuppt es sich als Liebes-Lied. Das Bild des Songwriters Rainhard Fendrich auf der Leinwand zeigte einen der erfolgreichsten österreichischen Liedermacher. Auch Filmmusiken können um die Welt gehen. So war es mit den Kompositionen von Martin Böttcher, der zu allen zehn Karl-May-Filmen, die vielen Besuchern sicherlich noch bestens in Erinnerung sind, die Melodien schrieb. Es gelang den Feuerbergmusikanten, beim Zuhören in Kindheitserinnerungen zu schwelgen. Und auch bei dem "Böhmischen Wind" kamen Erinnerungen auf, nämlich an den Mann, der die Blasmusik wie kein anderer einst prägte: Ernst Mosch. Mit seiner Musik lebt er weiter. Sein Todestag hatte sich im Mai zum 20. Mal gejährt. Nachdenklich war der Text: "Böhmischer Wind, er wird noch wehen, wenn wir längst nicht mehr sind".

Das bestens zusammengestellte Programm endete mit dem gemeinsam gesungenen " Möge die Straße uns zusammenführen...". Ohne Zugabe konnten die Musikanten nach dem nicht enden wollenden Applaus nicht nach Hause gehen. Mit "Amazing Grace" verabschiedeten sie sich. Die Spenden kommen einem vierjährigen Kind aus dem Dorf zugute, das an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden muss.