Wenngleich die Ludwigstraße am Silvesterabend ein eher ruhiges Bild präsentierte, ging in der Georgi-Kurhalle, im Gesundheits-Resort Regena und im Resort & Spa Dorint mächtig die Post ab. Pünktlich um Mitternacht gab es die obligatorischen Feuerwerke.
Wenn der bayerische Himmelsbote seine wichtigen Mitteilungen zu verkünden hat, dann kommt er entweder geflogen oder auf einem edlen Motorrad herangefahren. Zur Überraschung seiner Gäste schlüpfte Regena-Chef Joachim Hunger selbst in das Kostüm des weißblauen Himmelsboten Aloisius und fuhr auf einer knatternden Harley in die Hotelhalle. Dort warteten schon die lieblichen Engel aus der Riege der Mitarbeiter und der Rhöner Barde Marco Wolf, der mit seinem Akkordeon Hungers Lied "Über den Wolken" begleitete. Dass man diese Klänge gemäß Liedermacher Reinhard Mai auch anders interpretieren kann, bewies Hunger samt einiger Mitarbeiter in der Uniform als Flugzeug-Kapitän und Mannschaft.
Gerne getanzt wurde in der Georgi-Kurhalle zu den Klängen des Duos Maryland mit Csaba Beke und Sängerin Mariana. Der seit vielen Jahren beliebte Silvesterabend der Stadt Bad Brückenau war auch heuer wieder total ausgebucht. Oft melden sich große Gruppen aus den umliegenden Hotels und Pensionen an wie zum Beispiel jene 40 Gäste aus dem Haus Ursula. "Die Möglichkeiten, nach alt hergebrachter Weise in das neue Jahr hinein zu tanzen, werden immer geringer", sagt das Würzburger Ehepaar Ulrich und Thea Stephan. Über das Internet seien sie auf Brückenau aufmerksam geworden. Genau so wie das Ehepaar aus Jena, das am selben Tisch Platz genommen hat: "Wir wollten zu Silvester mal einen Tapetenwechsel und haben uns ebenfalls per Internet orientiert", sagen sie.
Gefeiert wurde auch im Dorint-Hauptgebäude, wo der offene Zugang zum Küchenbereich möglich ist. Im Dunkeln blieb der König-Ludwig I-Saal, im dem es in früheren Zeiten die Silvesterabende gab. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band von Sängerin Annika Bosch. Seit November 2017 hat Sven Näser die Leitung des Brückenauer Dorint übernommen. Eine ganze Armee hilfsbereiter guter Geister sorgte für das leibliche Wohl. Schnell auf der Rückfahrt waren Rettungsfahrzeuge, die aufgrund eines Fehlalarms ausrückten.