Dankbarkeit stand für die scheidende Schulleiterin der Bischofsheimer Hauswirtschaftsschule, Doris Hartan-Khan, ganz oben auf ihrer Abschiedsrede. "Dankbarkeit für Gott, dem ich mein Leben und meine Kraft verdanke", sagte sie im Gottesdienst. Pfarrer Manfred Endres dankte Doris Hartan-Khan für ihre Zeit in Bischofsheim. Die Schule habe das große Glück, mit Paula Rothkopf, Elisabeth Freund und Doris Hartan-Khan, seit ihrer Gründung Leiterinnen gehabt zu haben, deren Herz für Gott schlug, die ihr Herz Gott geöffnet haben. Er gab dem Wunsch Ausdruck, dass diese Tradition fortgeführt werde. An der Schule werde Glaube ganz aktiv gelebt, nicht nur durch das Kreuz an der Wand. "Sucht das mal, wo Glaube wirklich gelebt wird und Gestalt annimmt."

Christina Weber-Hoch übernimmt Leitung

Die bisherige stellvertretende Schulleiterin Christina Weber-Hoch wird ab September die Leitung der Hauswirtsschaftsschule übernehmen. Behördenleiter Oliver Kröner blickte auf den dienstlichen Werdegang von Doris Hartan-Khan anhand einiger herausragender Eckpunkte zurück. Nach dem Abitur studierte sie Ökotrophologie, nach Stationen in Mittelfranken und Oberbayern kam die gebürtiger Bambergerin im Juli 1987 nach Bischofsheim an die Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft. Viele organisatorische Veränderungen und Reformen habe sie seitdem mitgetragen. Die Leitung der Schule übernahm sie 2006. Nachdem Oliver Kröner erst seit fünf Wochen als Behördenleiter tätig ist, habe er sich von seinen Mitarbeitern die Vita von Doris Hartan-Khan für die Verabschiedung geben lassen. So bezeichnete er sie als eine einfühlsame Person, die mit ihrer herzlichen Art und sozialen Ader jederzeit für jeden ein offenes Ohr und Zeit habe. Sie habe immer das Beste für jeden erzielen wollen, der ihre Hilfe, ihren Rat und ihre Unterstützung suchte.

Für ihre Mitarbeiterinnen und Kolleginnen habe sie sich immer mit ihrer ganze Kraft und Energie eingesetzt. Das gute Klima an der Schule sei ihrer Art und ihrer Person zu verdanken. Ihre Begeisterungsfähigkeit habe ihr ermöglicht, sich stets auf Neues einzulassen. An sich selbst habe sie hohe Ansprüche gestellt, bis hin zum Perfektionismus.

Wertvolle Impulse für das Berufsbild

Der stellvertretende Landrat Josef Demar dankte Hartan-Khan für ihr Engagement während der 13 Jahre als Schulleiterin. Über viele Jahre hinweg habe sie erfolgreich das Leitbild dieser bedeutenden Einrichtung im Landkreis Rhön-Grabfeld geprägt und für das Berufsbild "Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung" wertvolle Impulse gesetzt. "Sie waren sozusagen die gute Seele des Hauses", so Demar. Für ihre persönliche und fachliche Kompetenz habe sie große Wertschätzung von allen Wegbegleitern erfahren. Auch Bürgermeister Georg Seiffert dankte der scheidenden Schulleiterin und betonte, wie stolz er auf die Hauswirtsschaftsschule sei. Bischofsheim habe mit dieser Schule und der Holzbildhauerschule in Verbindung mit der Kreuzbergschule in unmittelbarer Nachbarschaft auch einen Campus, einen Campus der Kreativität. Von Seiten der Kreisbäuerin Margit Ziegler und des Kreis-Geschäftsführers des Bayerischen Bauernverbandes Michael Diestel wurde Hartan-Khan, als Dank und Anerkennung für ihre Tätigkeit, die Medaille des Bauernverbandes Rhön-Grabfeld überreicht. Auch Vertreter des Verbands für landwirtschaftliche Fachbildung schlossen sich den Dankesworten an. Das letzte Wort oblag Doris Hartan-Khan selbst. Sie habe sich bei ihrer Amtseinführung im Jahr 2006 vorgenommen eine "Schule mit Herz" zu leiten. Ob ihr dies gelungen sei, müssen andere beurteilen, sie selbst sei jedenfalls immer mit dem Herzen dabei gewesen. Nun sei es an der Zeit die Schule in jüngere Hände zu legen. "Ich beende mein Berufsleben reich beschenkt, reich an Erfahrungen, an Unterstützung, an gegenseitigem Austausch, reich an Begegnungen. Das ist der Dünger für die Erinnerungen im Alter."

Dank an Wegbegleiterin

Ihr besonderer Dank galt ihrer Vorgängerin Elisabeth Freund, die ihr stets eine treue Wegbegleiterin war, die sie stets unterstützt und gefördert habe. "Ohne dich würde ich heute hier nicht stehen", dankte sie. Dankesworte richtete sie auch an ihre Nachfolgerin verbunden mit dem Wunsch, dass sie stets Freude an der Arbeit habe und Zuversicht in allen Situationen.