Vor 140 Jahren, im Jahre 1878, erfolgte die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Eckarts-Rupboden. 1924 trennten sich die beiden Ortsteile, und es entstanden zwei eigenständige Wehren. In dieser Zeit ist viel passiert. Die kleine Ortswehr Rupboden kann auf einige spektakuläre Einsätze zurückblicken. Im Jahr 1911 war der erste große Einsatz. Ein Brand in der Waldabteilung "Leite".

Jedoch mussten die Rupbodner Floriansjünger beim größten Brand in der Geschichte Rupbodens tatenlos zusehen. Zu Kriegsende steckten die vorrückenden amerikanischen Streitkräfte eine Halle des Sägewerk Amrhein in Brand. Das Feuer griff auf das benachbarte Hofgut über und vernichtete dort eine Scheune und Stallungen. Vier Pferde und ein Bulle kamen in den Flammen um. Löschversuche wurden von den Amerikanern nicht geduldet. In der jüngeren Geschichte ist vielen sicherlich noch der Großbrand in Eckarts in Erinnerung. Im September 2002 brannten ein altes Wohnhaus und zwei Scheunen eines landwirtschaftlichen Anwesens sowie der Dachstuhl einer benachbarten Gaststätte völlig ab. Unvergessen ist sicherlich auch ein Scheunenbrand in Wernarz im Jahre 2008. Während der Nachbesprechung der jährlichen Aktionswochenübung erfolgte die Alarmierung für die Floriansjünger.

Rupboden selbst blieb in den vergangenen Jahrzehnten - Gott sei Dank - von Großbränden verschont, jedoch machten Wohnhausbrände, technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen oder Sturmschäden den Einsatz der Feuerwehr in den letzten Jahren erforderlich.


Jugend Feuer und Flamme

Um den Fortbestand der Wehr zu sichern, gründete man im Jahr 1995 eine eigene Jugendfeuerwehr, aus der der heutige Kommandant Thomas Hüfner hervorging. Diese wird heute auf gemeindlicher Ebene weitergeführt. Eine Kinderfeuerwehr für alle Sieben- bis Zwölfjährigen wird seit 2011 ebenfalls auf gemeindlicher Ebene geführt. Die Feuerwehrmänner nehmen regelmäßig an den Prüfungen für das Leistungsabzeichen teil. Derzeit verfügt die Feuerwehr Rupboden über 35 aktive Feuerwehrleute, darunter sieben Atemschutzgeräteträger. Auch die Jugend ist bereits Feuer und Flamme für die Feuerwehr. Es sind aktuell zwölf Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 17 Jahren in der Jugendfeuerwehr. Neben den zahlreichen Übungen absolvieren sie auch die Ausbildung zum Truppmann.


Erste motorisierte Feuerwehr

Als die Feuerwehr noch kein eigenes Fahrzeug besaß wurde ein Anhänger mit Schlauchvorrichtung an ein Fahrzeug des Thüngen´schen Fuhrparks angehängt. Im Jahr 1965 bauten die Feuerwehrmänner ein gebrauchtes Postauto zum ersten eigenen Feuerwehrauto um. Somit war die Feuerwehr Rupboden die erste motorisierte Feuerwehr in der Thüngen´schen Cent. 1975 erwarb die Gemeinde ein gebrauchtes Fahrzeug, welches ebenfalls zum Feuerwehrauto umgerüstet wurde. Im August 1988 erfolgte die Anschaffung des heutigen Feuerwehrautos. Ein Tragkraftspritzenfahrzeug "Mercedes-Benz Transporter 310". Dieses wird voraussichtlich 2020 durch ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank und Atemschutzgeräten ersetzt.

Der Feuerwehrverein spielt auch eine wichtige Rolle im kulturellen Dorfleben. So wird das Maibaumaufstellen, die Kirmes oder das Oktoberfest auf die Beine gestellt. Vielen ist sicherlich auch noch die Poolparty oder die 700-Jahr-Feier im vergangenen Jahr in Erinnerung.


Kommandanten

Über die ersten Kommandanten seit der Gründung ist leider nichts dokumentiert worden. Fest steht jedoch, das von 1890 bis 1924 August Stelzner das Amt 34 Jahre inne hatte. Die weiteren Kommandanten waren Fritz Stelzner (1924 bis1939), Christian Schäfer (1939 bis 1947), Leonard Stelzner (1947 bis 1951), Johann Richter (1951 bis 1953), Hans Müller (1953 bis 1960), Heinz Holletzeck (1960 bis 1972), Horst Müller (1972 bis 1988) und Ralf Müller (1988 bis 2000). Derzeitiger Kommandant seit dem Jahr 2000 ist Thomas Hüfner.


Programm

Das 140-jährige Bestehen der Feuerwehr Rupboden wird von Samstag, 2. Juni, bis Montag, 4. Juni, gefeiert. Am Samstag sorgen die Original Weißenbacher Schlosshofmusikanten für Unterhaltung. Neben den Leckereien vom Grill wird es am Samstag eine Schnitzelparade geben. Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Im Anschluss hieran erfolgen die Staatlichen Ehrungen. Nach dem Sonntagsbraten laden ab 14 Uhr die Rhöner Rucksackmusikanten zum Mitsingen und Schunkeln ein. Für die kleinen Gäste findet auf dem Spielplatz ein Kinderschminken und Dosenwerfen statt. Zum Festausklang gibt es am Montag, ab 17 Uhr Schlachtschüssel. Die musikalische Unterhaltung für den Abend übernimmt die Musikkapelle des MSV Modlos.
Für eine Abkühlung am Festwochenende sorgt ein Eiswagen. An allen Tag ist Eintritt frei.