Entgegen ihrer Gewohnheit verzichtete Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) in diesem Jahr auf die Erläuterung des Jahresrückblicks. Die Verwaltung hatte wie immer eine Bilderschau zusammengestellt, die unkommentiert über die Leinwand lief. "Es ist wieder ein ereignisreiches Jahr vergangen", sagte sie, während die Bilder an neue Fahrzeuge für die Feuerwehr, die zweite Verlegung von Stolpersteinen oder auch die Diskussion um die Talbrücke Römershag erinnerten.

Angesichts der kommenden Stadtrats- und Bürgermeisterwahl appellierte Meyerdierks an die Räte, an einem Strang zu ziehen: "Alles, was wir noch entscheiden, muss ausschließlich zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger geschehen." Sie dankte ihren beiden Stellvertretern, der Stadtverwaltung, den Räten und deren Partnern und Familien sowie allen, die sich ehrenamtlich engagieren.

"Lassen Sie uns Vorbild sein in Solidarität, Hilfsbereitschaft und bürgerschaftlichem Engagement und Pessimisten keine Chance geben", sagte Meyerdierks. Zweiter Bürgermeister Jürgen Pfister (PWG) gab den Dank zurück und sprach von einem "arbeitsreichen Jahr", das nun hinter dem Stadtrat liege. "Die gesundheitlichen Grenzen werden häufig ausgereizt", sagte er und dankte seinen Kollegen für die "zeitaufwendige Stadtratsarbeit" mit etlichen Sondersitzungen in diesem Jahr.

Straßenlaternen müssen untersucht werden

Des Weiteren revidierte der Stadtrat einen Beschluss vom Mai dieses Jahres. Demnach hätte die Straßenbeleuchtung mit Ultraschall auf ihre Standfestigkeit hin überprüft werden sollen. Doch die Stadtverwaltung hatte Zweifel daran, ob dieses Verfahren wirklich den Zustand der Masten mitsamt dem Fundament abbildet. Das Baubüro schlug den Räten vor, stattdessen eine mechanische Prüfung vorzunehmen. Die Räte folgten dieser Empfehlung mit vier Gegenstimmen.

Ohne Einwände passierte der Bauantrag von Antje und Stephan Patzer den Rat. Das Paar möchte in Wernarz einen Anbau an ihr Haus errichten. Am Rande der Sitzung bestätigte Kämmerer Leo Romeis auf Nachfrage dieser Zeitung, dass die Stadt in diesem Jahr tatsächlich ohne neue Kreditaufnahme auskommt. Dass er mit der Entwicklung sehr zufrieden sei, hatte Romeis bereits bei der vergangenen Sitzung im November deutlich gemacht.

1216 Straßenlaternen gibt es in der Stadt. Ob sie fest im Boden verankert sind, muss regelmäßig überprüft werden.