Gegen Ende der Stadtratssitzung am Dienstag verkündete Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU), dass die Kissinger Straße zwischen dem Ortsausgang und dem Ortsteil Römershag saniert werde. Das Staatliche Bauamt Schweinfurt sei mit einer entsprechenden Mitteilung an die Stadtverwaltung herangetreten.

Dies sorgte bei den Räten für Verwunderung, da andere Straßen einen deutlich höheren Sanierungsbedarf aufweisen. Auf Nachfrage der Redaktion erklärt Michael Fuchs, Leiter des Staatlichen Bauamts, dass es sich lediglich um eine Erneuerung der Deckschicht handele. Bei anderen wichtigen Straßen wie dem Hammelburger Berg oder der Durchfahrt durchs Staatsbad hingegen stehe ein Ausbau an.

Bushaltestellen sollen bleiben

Das bedeutet, dass wesentlich umfangreichere Genehmigungsverfahren der Planung zugrunde liegen. Neben der Kissinger Straße plane das Bauamt in diesem Jahr noch weitere Fahrbahnerneuerungen: Von der Autobahnauffahrt Bad Brückenau/Wildflecken bis Schildeck sowie auf der ehemaligen B 27 nach der Doppelkurve im Stadtgebiet den Berg hinauf in Richtung Volkers. Wie weit die Fahrbahn erneuert werde, das sei allerdings noch unklar, sagte der Behördenleiter.

Die Arbeiten für diese drei Vorhaben würden demnächst ausgeschrieben werden. Fuchs rechnet mit einem Baubeginn im Frühjahr oder Sommer. Der Stadtrat jedenfalls nahm die Pläne zur Kenntnis. In Bezug auf die Bushaltestellen sprachen sich die Räte einhellig dafür aus, die bisherigen Haltestellen beizubehalten. In Richtung Stadt ist eine Haltebucht eingerichtet, die mit einem Zaun zusätzlich abgesichert ist. In Richtung Römershag hält der Bus direkt an der Straße. Die Sanierung endet übrigens am Ortseingang Römershag. Die Ortsdurchfahrt oder auch der ehemalige Bahnübergang, wo inzwischen der Radweg verläuft, sind von den Arbeiten nicht betroffen.

Weitere Sanierungen stehen an

Nachdem die Frage der Bushaltestellen geklärt war, stellte die Bürgermeisterin klar: "Für mich wäre die Ortsdurchfahrt durchs Staatsbad am wichtigsten." Sie berichtete von einer Zusammenkunft Mitte Dezember, bei der sie selbst, der Mottener Bürgermeister Jochen Vogel sowie sein Zeitlofser Kollege Wilhelm Friedrich (beide CSU) im Staatlichen Bauamt vorgesprochen hätten. Dabei sei auch Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) anwesend gewesen.

Es sei um verschiedene Straßenausbauprojekte gegangen. Es sei nichts zugesichert worden, allerdings habe sie deutlich gemacht, dass aus Sicht der Stadt zuerst die Ortsdurchfahrt durchs Staatsbad, dann der Hammelburger Berg und schließlich die B 286 von Römershag bis zur Autobahnauffahrt ausgebaut werden müssten.