"Das ist ja fast ein Kahlschlag", mag sich manch vorbeifahrender Autofahrer über das Ausmaß der Arbeiten erschrocken haben. Die Redaktion erreichte zudem der Hinweis eines Lesers, dass Anfang April doch die Vogelbrutzeit sei und solche Maßnahmen eigentlich nicht erfolgen dürften.
Hintergrund für die Arbeiten ist die Verkehrssicherung, sagt Peter Karl vom städtischen Baubüro. Anfang Januar sei ein Baum auf die Straße gestürzt - der zweite bereits -, so dass die Stadt den privaten Besitzer des Waldstücks aufgefordert hatte, diese Gefahr für Fußgänger und Autofahrer zu beseitigen.


Hang bleibt nicht kahl

Dass Mitarbeiter der Straßenmeisterei Hammelburg während der Arbeiten die Regelung des Verkehrs übernehmen, begründet Karl mit einer Auflage des Landratsamts. Die Behörde habe angewiesen, dass geschultes Personal eingesetzt werden müsse. Der Waldbesitzer bezahle den Aufwand natürlich. Eine Nachbepflanzung der Hangs sei zugesagt worden, beruhigt Willi Scheller, ebenfalls vom Bauamt.

Was den Vogelschutz angeht, so gibt es tatsächlich eine Schonzeit für Tiere, die vom 1. März bis 30. September dauert. Lena Pfister, Pressesprecherin am Landratsamt, teilt dazu mit, dass dieses Verbot aber bei Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit öffentlicher Verkehrswege nicht gilt.