"Der Sachstand hat sich nicht verändert", sagte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) auf Nachfrage dieser Zeitung. Erst kürzlich habe sie mit Gerhard Zaiß gesprochen, der nach eigenem Bekunden die Interessen des Investors Manfred Müller vertritt. Dieser habe ihr versichert, dass das Projekt nicht ins Stocken geraten sei. Vielmehr werde die Finanzierung gerade geklärt.

Zaiß selbst äußerte sich ebenfalls. "Die Pläne für den Umbau in barrierefreie Wohnungen mit einem ergänzenden Serviceangebot werden weiter verfolgt", schreibt er per E-Mail. Die Baugenehmigung sei erteilt worden. Wann es allerdings losgehe, dazu gab er keine Stellungnahme ab.


Immer wieder verzögert

Bereits im Dezember 2015 war die Sanierung der "Alten Post" - so lautet der Projektname - dem Stadtrat vorgestellt und von diesem einhellig befürwortet worden. Doch das Projekt verzögerte sich immer wieder. Der ursprüngliche Projektentwickler Günther Rieker verschwand im Herbst 2016 von der Bildfläche. Anfang dieses Jahres behaupteten gleich mehrere Personen, an der Sache dran zu sein - darunter Gerhard Zaiß.

Zuletzt sprach der Stadtrat im Februar 2017 öffentlich über die Pläne. Ein Bauantrag mit wesentlichen Änderungen lag der Verwaltung vor. Zu dieser Zeit war der Kaufvertrag für das Objekt noch nicht rechtskräftig. Am Montag teilte die Edeka Handelsgruppe aber mit, dass "dass das Objekt zwischenzeitlich an eine Investorengesellschaft veräußert wurde".