Volker Scherfose vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat Projektmanager Julian Oymanns von der Hessischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in

Fulda die Urkunde überreicht, heißt in einer Pressemitteilung des Biosphärenreservats .

Besondere Vorbildfunktion

Mit der Auszeichnung nimmt das Artenhilfsprojekt der Arbeitsgemeinschaft der Rhöner Landkreise (ARGE Rhön) unter Leitung des Wildbiologen Oymanns eine besondere Vorbildfunktion zum Schutz der biologischen Vielfalt ein. Seit 2014 werden der Charaktervogel der Rhön und sein Lebensraum genauer untersucht. Mithilfe geeigneter Maßnahmen soll die Nahrungssituation in der immer monotoner werdenden Agrarlandschaft verbessert werden. Mehr als 100 ehrenamtliche Rhöner helfen jedes Jahr bei der Lokalisierung der Brutstandorte, um frühzeitig Störungen am Nest vorbeugen zu können. Zwei Jahre lang darf das Projekt nun den Titel "Ausgezeichnetes UN-Dekade-Projekt" führen. Ziel der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011 - 2020 in Deutschland ist es, möglichst viele Menschen für den Schutz und den Erhalt der Biodiversität zu begeistern.

Rückgang aufhalten

Die Vereinten Nationen hatten die Dekade ausgerufen, um den überwiegend durch menschliches Handeln verursachten Rückgang der weltweiten Artenvielfalt aufzuhalten. Am Ende des Jahrzehnts

sollen mehr Menschen wissen, was biologische Vielfalt ist, warum wir sie brauchen und wie

jeder etwas dazu beitragen kann, sie zu erhalten. Die deutsche UN-Dekade Biologische Vielfalt

wird im Auftrag vom Bundesumweltministerium (BMU), dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Geschäftsstelle der UN-Dekade umgesetzt. Zentrales Instrument ist die Zertifizierung von vorbildlichen Projekten und Beiträgen.

Volker Scherfose, Leiter des Fachgebietes Gebietsschutz/Großschutzgebiete beim BfN,

überreichte Rotmilan-Projektmanager Julian Oymanns und Kollegen der Rhöner Verwaltungsstellen die Urkunde Mitte Oktober in Fulda, wo diesmal das Jahrestreffen der AG Forschung und Monitoring von Europarc Deutschland stattfand. Mitarbeiter der Verwaltungsstellen der deutschen Unesco-Biosphärenreservate haben sich mit Experten aus ganz Deutschland über aktuelle Forschungsergebnisse ausgetauscht. Auch ein Workshop zum Thema "Forschung und Monitoring in den Naturdynamikzonen der Nationalparke und Kernzonen der Biosphärenreservate" des BfN war Teil der Tagung.