Über ein "volles Haus" konnte sich Bürgermeister Jochen Vogel (CSU) bei der Bürgerversammlung in Motten am Montag freuen. Zeugt das doch von großem Interesse der Mottener an der Gemeindepolitik.

So hat die Kommune in der Vergangenheit schon einiges in die Wasserversorgung investiert, es seien aber weitere Maßnahmen notwendig, um alles auf den notwendigen Stand zu bringen. Einer der beiden Tiefenbrunnen soll jedoch stillgelegt werden, weil eine Sanierung zu teuer werde, hieß es. Dennoch wird die Gemeinde geschätzte 800.000 Euro investieren müssen. Die Kosten sollen auf Umlage und Gebühren verteilt werden.
Zur Innenentwicklung informierte Vogel über die neue Satzung zur Förderung der Sanierung leer stehender Gebäude. Die Gemeinde wird sich mit zehn Prozent, maximal 10.000 Euro, beteiligen. Weitere Zuschüsse gibt es für Kinder. Gefördert werden Gebäude, die 50 Jahre alt sind und ein Jahr leer gestanden waren. Die entsprechenden Sanierungsgebiete sollen jetzt in allen drei Ortsteilen festgelegt werden.


Kirchenumfeld sanieren

Als größte Maßnahme ist die Sanierung des Kirchenumfeldes anvisiert, informierte der Bürgermeister weiter. Unter anderem ist vorgesehen, Umgriff und das Josefsheim barrierefrei zu erschließen, auch die Furt müsse renoviert werden. Über Vorgehen und Form müsse der Gemeinderat noch beraten. Die Kosten für diese Maßnahme schätzte Vogel grob mit bis zu einer Million Euro. Bei einer Förderhöhe von 60 bis 65 Prozent "relativiert sich das dann aber ein bisschen".

Noch keine Kosten konnte der Bürgermeister für die Renovierung der Kirche nennen. Über die Finanzierung finden demnächst Gespräche mit der Diözese statt.Detailliert informierte Vogel über den aktuellen Stand "Südlink". Auch die Gemeinde Motten liegt mit einem Korridor in der Planung. Raumwiderstände seien bereits gemeldet worden.

Noch gibt es das in Motten: das Lädchen für den täglichen Bedarf. Doch machen sich die Bürger Gedanken um dessen Fortbestand, wenn die jetzigen Besitzer den Laden schließen werden. Die Gemeinde habe jedoch keinen Einfluss darauf, beantwortete Vogel die Frage eines Motteners, sei aber für gute Vorschläge offen.


Kein großer Markt investiert

"Es ist ein schwieriges Feld", sagte der Bürgermeister. Der Ort sei zu klein und habe zudem keinen Zufluss. So werde auch keiner der großen Märkte in Motten investieren, wie sich nach bereits erfolgten Gesprächen herausgestellt hatte.Weiter äußerte ein Bürger Bedenken, dass im Vergleich zu anderen Dörfern Motten ins Hintertreffen gerate. Baumäßig geschähe hier nichts, beanstandete er. Diese Aussage teilte der Bürgermeister jedoch nicht. Zwar werde in Motten nicht neu gebaut, doch hätten viele Leute in die Elternhäuser investiert. Er machte im Zusammenhang darauf aufmerksam, dass es in Motten sehr wenige leer stehende Häuser gibt.


Räudige Füchse unterwegs

Themen in der Versammlung waren auch die Möglichkeit einer Erweiterung des Gewerbegebiets Fuldaer Kreuz, die Befestigung der Zufahrt zu Maria Ehrenberg und der Zustand der Döllau im Dorfbereich.

Letztendlich machte ein Bürger darauf aufmerksam, dass im Dorf mehrfach räudige Füchse gesehen wurden. Hundebesitzer sollten ihre Tiere an der Leine lassen, da räudige Füchse eine akute Gefahr für Hunde darstellten.