Der Musikzug in Wildflecken wird nun seit gut einem Jahr vom neuen Vorsitzenden Steffen Fröhlich geleitet. Rund 30 Auftritte absolviert der Verein alljährlich. Auch beim Wilden Sommer 2015 war der Musikzug maßgeblich beteiligt. Das große Jugendkapellentreffen bei diesem Wildfleckener Fest kam laut Fröhlich sehr gut an. "Es hat alles super geklappt. Wir sind schon jetzt fleißig dabei, für den nächsten Wilden Sommer zu planen."


27 Schüler in der Ausbildung

In der Adventszeit hatte die ehemalige Jugendkapelle zusammen mit der Blaskapelle einen gemeinsamen Auftritt. "Wir haben für dieses Konzert viel Lob eingeheimst." Bei der Dorfmeisterschaft der Schützen waren die Musiker sogar sportlich aktiv. Derzeit hat der Wildfleckener Musikzug 27 Schüler in Ausbildung. Der Unterricht läuft in Kooperation mit der Musikschule Bad Brückenau. "Im Moment haben wir leider keine eigene Jugendkapelle", berichtete der Vorsitzende. Das liege vor allem daran, dass noch nicht alle Musikschüler so weit sind, um in einem festen Ensemble zu spielen. Darüber hinaus gibt es weiterhin die traditionsreiche Gruppe der "Flötenschlümpfe". Hier lernen die Kleinsten theoretische und praktische Grundkenntnisse, zum Beispiel Atemtechniken.


Frühjahrskonzert im April

Geprobt wird jede Woche. Beendet wurde das "WIM-Projekt" an der Grundschule. "Wir haben durch dieses Projekt leider keinen einzigen Schüler für den Musikzug dazugewonnen", berichtete Fröhlich. "Dafür war es am Ende einfach zu aufwendig."

Der Wilde Sommer wird auch in diesem Jahr organisatorisch durch den Musikzug begleitet. Heuer ist erstmals ein Blasmusik-Cup geplant. "Da dürft ihr euch überraschen lassen." Im April findet das Frühjahrskonzert zusammen mit der Kapelle aus Burkardroth statt. "Das wird sozusagen das Abrisskonzert für die Wildfleckener Turnhalle." Aktuell hat der Musikzug 76 aktive Mitglieder, insgesamt aber weit über 200. Dirigent Ralf Gundelach berichtete unter anderem über das Wertungsspiel aus dem letzten Jahr. "Wir haben uns auf einer stabilen Mittelstufe eingependelt."


Arbeitszeiten und Proben

Bei der Probenbeteiligung machen sich zunehmend Schichtarbeit und flexible Arbeitszeiten bemerkbar. "Manchmal ist es etwas frustrierend. Aber das Problem trifft ja andere Vereine genauso." Petra Strömel berichtete über die finanzielle Situation des Vereins und über größere Investitionen in die Instrumentenausstattung und in die musikalische Ausbildung. Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW) dankte dem Musikzug für die geleistete Arbeit. "Was wäre Wildflecken ohne den Musikzug?" Der Rathauschef ging auf die zahlreichen Anlässe ein, bei denen der Verein aktiv ist.


Gelungener Generationswechsel

"Wir sind immer stolz, wenn der Musikzug ausrückt." Auch beim feierlichen Gelöbnis auf dem Rathausplatz habe der Musikzug die Gemeinde nach außen hin positiv vertreten. Kleinhenz ging zudem auf die jahrelange intensive Jugendarbeit des Vereins ein. "Ihr habt es geschafft, junge Musiker in die Kapelle zu integrieren." Daher dürfe man den Wegfall der Jugendkapelle nicht allzu negativ sehen. Auch das viele Geld, das in die musikalische Ausbildung investiert werde, sei sehr gut aufgehoben. Der frühere Vorsitzende Jürgen Köstler lobte den reibungslosen Übergang und gelungenen Generationswechsel.


Wunsch: aktuellere Homepage

Köstler wünschte sich allerdings mehr Aktualität auf der Homepage. "Dann können sich auch Außenstehende über den Verein informieren."