Die Marktgemeinde Schondra hat im März die Friedhofssatzung für die Ortsteile Schondra, Schönderling und Singenrain angepasst. Die Gestaltungsbefreiung bei den Grabsteinen sei zwar vorteilhaft, sagte der Vorsitzende und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Singenrain, Roland Müller. Nicht aber die Anpassung der Grabgebühren. Die vom Gemeinderat mehrheitlich beschlossene Änderung der Friedhofssatzung war Thema bei der Bürgerversammlung in Singenrain am Mittwochabend.

Bisher mussten die Singenrainer weniger Beiträge bezahlen, weil die Dorfgemeinschaft die Pflege des Gottesackers und auch des Kirchenumgriffs in Eigenregie durchgeführt hatte. "Es hat für uns den Anschein, dass solche Eigeninitiativen nicht mehr wertgeschätzt werden", gab Müller am Abend Auskunft.
Jetzt steht nämlich die Frage im Raum, ob die Singenrainer weiterhin die Pflege des Friedhofs ausführen werden. Ob der Schlüssel für den Rasenmäherunterstand wie seit vielen Jahrzehnten von Haus zu Haus weitergegeben wird. Wenn nämlich die Satzung für alle Gemeindeteile gelte, hatten Bürger geäußert, "dann wird der Friedhof zukünftig von der Gemeinde gemäht".

Antrag: rechts vor links

Ein weiteres Anliegen war wieder einmal die Sicherheit der Bürger an der Hauptstraße. In den letzten sechs Jahren sei nur zwei Mal gemessen worden, so könne man die Raser nicht erwischen. So stellte ein Anwohner der Durchgangsstraße den Antrag, in der Singenrainer Hauptstraße die Regelung "rechts vor links" einzuführen, um den Verkehr zu beruhigen. Bürgermeister Bernold Martin (CSU) werde diesen Antrag zwar mitnehmen, wie er sagte. Doch sehe er keine Chance, dass die Regelung bei einer Hauptdurchgangsstraße durchgeführt werden könne. Kleinere Wünsche der Singenrainer dagegen sollen umgehend erfüllt werden.

Gießkannen abstellen

So wird beim Wasserbecken im Friedhof ein Rost angebracht, damit die Gießkannen beim Befüllen abgestellt werden können. Ein Plätzchen für ihre Aushänge vom Bauernverband räumte der Bürgermeister einer Bürgerin im Gemeindekasten ein.