40 Jahre Blaskapelle feierten die Oberbacher an diesem Wochenende. "Doch natürlich wurde in Oberbach schon sehr viel länger musiziert", berichtete Vorsitzender Andreas Fuß. "Insofern ist es ein recht kleines Jubiläum. Besonders wenn man es mit anderen Kapellen vergleicht. Schönderling hat unlängst 150 Jahre Blaskapelle gefeiert." Bei hochsommerlichen Temperaturen machten sich die befreundeten Kapellen aus Oberbach, Riedenberg, Wildflecken und Schönderling an vier unterschiedlichen Ecken der Rhöngemeinde auf den Weg zum Sternmarsch, dessen Ziel die Freilichtbühne am Haus des Gastes war.


Guter Ruf bis nach Hannover

Für einen krachenden Startschuss sorgten die Gaschdebarch Böllerschützen aus Riedenberg, deren Böllerschüsse weit durch den oberen Sinngrund hallten. Nach und nach trafen die Kapellen an der Freilichtbühne ein, auch die Oberbacher Vereine waren mit Abordnungen beim Sternmarsch vertreten, sodass sich der Festplatz sehr schnell füllte. Wohl schon im 16. Jahrhundert haben Oberbacher musiziert, vor allem bei Prozessionen und kirchlichen Anlässen, informierte der Vorsitzende. Später kommen Auftritte bei Tanzveranstaltungen, Kirmes oder Fasching dazu. Doch der Verein Blaskapelle Oberbach wird eben erst in den 1970er Jahren aus der Taufe gehoben.

Von Anfang an war das Ziel des Vereins, junge Musiker auszubilden und für Blasmusik zu begeistern. Ein Vorhaben, das bis heute gültig ist. Nach und nach erspielte sich die Oberbacher Kapelle in der Region einen guten Ruf. Doch nicht nur in der Rhön treten die Oberbacher auf, sondern immer wieder in der Gegend von Hannover, wo die Blaskapelle einen regelrechten Kultstatus genießt.

"Rund 2100 Musikproben wurden in 40 Jahren absolviert. Das ist eine stolze Zahl und eine tolle Leistung", sagte Andreas Fuß. Die Jungmusiker können von der Erfahrung der altgedienten Mitglieder viel lernen, ist sich der Vorsitzende sicher. "Wir wollen auch in der Zukunft die Jugend für Tradition und Brauchtum begeistern."


Ehrungen des nordbayerischen Musikbundes:

Auszeichungen Die Ehrungen für aktives Musizieren nahm Jürgen Köstler von Seiten des nordbayerischen Musikbundes vor. Er ehrte zunächst den Nachwuchs. Die Junior-Nadel für fünf Jahre aktive Spielzeit gab es für Lisa Bühner, Marie Fuß, Paula Lauer und Kilian Leipold. Die Ehrennadel in Bronze für zehn Jahre Musizieren erhielten Sabine Breitenbach, Lorena Fuß, Nina Rüttiger, Andreas Fuß, Franziska Kretschmann und Ingo Lößer.

Die Ehrennadel in Silber bekamen Kerstin Stapf und Carina Breitenbach, die beide seit 20 Jahren in der Kapelle aktiv sind. Auf 25 Jahre Musikerleben blicken zurück: Jessica Belz, Markus Belz, Linda Kirchner, Birgit Müller und Jochen Rüttiger.

Die Ehrennadel in Gold für 30 Jahre Musizieren erhielten: Heiko Fuchs, Ellen Hüther, Stephan Kirchner, Manfred Lieb, Frank Lohmüller und Andreas Müller.

Vier Jahrzehnte
aktiv sind folgende Musiker: Thomas Günther, Gerd Kleinhenz, Arno Nüchter und Arnd Ziegler.

Die Ehrennadel "50" in Gold mit Urkunde bekamen: Roland Fuß, Sigmund Gleißner, Karl-Max Kirchner, Gerhard Lochner und Rudolf Müller. Sie haben damit schon vor der Gründung der Blaskapelle ihren Beitrag zum kulturellen Leben in der Gemeinde geleistet.