Aus dem Kinderheim Willmars, den Heiltherapeutischen Kinder- und Jugendstätten in Unsleben und der Gartenstadt sowie der Wohngruppe "Wolf" waren über 50 Kinder mit ihren Betreuern gekommen, um vergnügte Stunden bei verschiedenen Spiel-und Bastelaktionen zu verbringen. "Fühlt euch bei uns einfach wohl", begrüßte Peter Gehring, der Leiter des Schullandheims die jungen Gäste. Eva Haubenreich-Schmitt, Dr. Thorsten Kapperer, Lisa Schmitt, Manfred Pomp, Samuel Balling und Florian Drott, tragen derzeit die Hauptverantwortung im Regionalverband.
Dekan Dr. Andreas Krefft oblag es, die Würdigung für 40 Jahre Jugendarbeit an die amtierende Vorstandschaft auszusprechen. In den vier Jahrzehnten habe sich der Regionalverband immer wieder neu entwickelt, ohne die eigentlichen Wurzeln aufzugeben oder zu verleugnen.


Figur als Zeichen

Für seine Ansprache hatte Krefft eine holzgeschnitzte Figur mitgebracht, die ein Kind zeigt, das sich in eine schützende Hand kuschelt. "Es sucht und findet Geborgenheit. Diese Hand, in die es sich hinein schmiegt, ist offen, bietet sich an, aber schließt nicht vollständig ein, lässt Freiheit sich zu entscheiden. Und der junge Mensch lässt sich voll Vertrauen auf dieses Angebot an. Er findet Schutz und Halt." Das sei ein sehr schönes Bild für den BDJK, der Kindern in verschiedenen Jugendverbänden Angebote mache und Lebensraum schaffe, in dem sie sich ausprobieren und kreativ sein können, um ihren eigenen Weg zu finden.


Spenden für junge Menschen

"Gerade wenn sie in das Alter kommen, wo die Eltern anfangen, komisch und schwierig zu werden und sie ihre Probleme lieber Gleichaltrigen anvertrauen. Da bieten die Jugendverbände einen geschützten Raum, in dem sie darüber hinaus mit anderen Jugendlichen soziale Kompetenzen und demokratische Prinzipien entwickeln können, die sie für ihr späteres Leben unabdingbar brauchen", so der Dekan.
Der BDJK sei der Dachverband katholischer Jugendverbände. Die Grundlage sei bei allen Aktivitäten immer das Leben und die Botschaft Jesu Christi. So sah Dekan Krefft in der Hand auch die schützende Hand Gottes. Das sei ein Versprechen, das an die jungen Menschen weiter gegeben werden dürfe.
Kinder- und Jugendverbände seien auch immer Orte von Gemeinde, pastorale Orte, denn überall wo Leben stattfinde ereigne sich auch Kirche. Hier erinnerte Dekan Krefft an die verschiedenen Angebote und Aktion des BDKJ Rhön-Grabfeld in den vergangenen Jahren. An erster Stelle stehe die jährliche Nikolausaktion, deren Spendenerlös jungen Menschen aus dem Landkreis zu Gute komme.


Viele vorzeigbare Beispiele

Eine ganze besondere Attraktion sei die Fahrradwallfahrt nach Vierzehnheiligen. Sie bestehe schon seit 15 Jahren, was für eine Jugendaktion sehr lange sei. Zudem unterstütze der BDKJ die Aktivitäten der Regionalstelle für kirchliche Jugendarbeit. Hier nannte er als Beispiele den Dekanatsministrantentag und das Wochenende für neue Ministranten auf der Thüringer Hütte. Aber auch die regionale Sternsinger-Aussendung und das Ministranten-Fußballturnier wäre ohne die Hilfe des BDKJ kaum durchführbar. In seiner Funktion als Dekan dankte Andreas Krefft für den Einsatz um die Kinder und Jugendlichen und für die gute Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen. "Ihr seid ein starkes Team."
Für die Zukunft wünschte er Kraft und Ausdauer bei dieser unverzichtbaren Aufgabe jungen Menschen in Kirche und Gesellschaft als Sprachrohr zu dienen. Den Mut, weiterhin neue Impulse zu setzen und Angebote zu machen, wodurch die Jugendverbände zu einem Ort werden, an dem junge Menschen Geborgenheit und Halt sowie Antworten auf ihre existenziellen Fragen finden. Mit so engagierten Mitarbeitern wie sie derzeit im Regionalverband aktiv seien, werde der BDKJ auch künftig ein zukunftsfähiger Jugendverband bleiben, der aktuelle Entwicklungen wahrnehme und sich den jeweiligen Herausforderung der Zeit stelle.


Vielfältige Workshops

Alle Kinder und Jugendlichen waren eingeladen sich im Haus und Gelände an den sportlichen und kreativen Workshops zu beteiligen, die von Fußball über Smoothies, Mobilegames, einer Haus- und Energierallye bis hin zum Bogenschießen, Filzen und Tanzen reichten.
Mit einem gemeinsamen Abendessen und einem Abendimpuls klang das Jubiläumfest aus. Gruß- und Dankesworte sprachen am Abend noch Markus Kirchner vom BDKJ Bad Kissingen, Marcel Freund, der Vorsitzende des Kreisjugendrings, und Mathias Zöller, der geistliche Leiter des BDKJ-Diözesanverbandes.