Dabei ist ihnen aufgefallen, dass ein paar Sorten schon nach kurzer Zeit im Mund hart oder mehlig werden und der Geschmack nachlässt.
Aber welche Kaugummisorten erhalten am längsten ein positives Kaugefühl? Und welche haften am besten an der Unterseite von Tischen? Ist das alles vielleicht irgendwie abhängig vom Kauenden? Um diese Fragen zu klären, beschlossen die drei, zusammen mit ihrem Lehrer Tobias Geipel eine Versuchsreihe durchzuführen und die Ergebnisse dann beim Wettbewerb "Jugend experimentiert" einzureichen, der Juniorsparte von "Jugend forscht" für Teilnehmer unter 15 Jahren.
Dafür durften dann elf Testpersonen ordentlich draufloskauen, nämlich je 300, 500 und 1000 Mal, und das Ganze bei sieben Kaugummisorten und für drei Versuche. "Da haben dann schon bei manchen die Zähne nicht mehr mitgemacht, besonders nach 1000-maligem Kauen", erzählt Physiklehrer Geipel. Weil sich der Geschmack des Kaugummis schwer testen lässt, haben die Nachwuchsforscherinnen das Dehnungsverhalten unter Gewichtseinfluss gemessen sowie die Länge, auf die man den gut durchgekauten Kaugummi ziehen kann, um so die zäheste Sorte zu ermitteln.
Ob Hubba Bubba, Center Shock, Airwaves Cassis, Wrigley's Extra, Orbit, 5 Gum oder Wrigley's Spearmint besser geeignet sind, um den Hausmeister zu ärgern, probierten Mara, Lara und Tabea direkt an der Unterseite von Schultischen aus: Büroklammern wurden mit den Kaugummis festgeklebt und so lange mit Gewichten behängt, bis sie sich lösten.
Alle Ergebnisse fassten sie in einer schriftlichen Arbeit zusammen, die einen Teil der Wettbewerbswertung ausmachte. Außerdem wurde noch die Präsentation des Projekts bei der Abschlussveranstaltung des unterfränkischen Regionalentscheids in Wiesentheid eingerechnet. Dafür hatte sich die Gruppe aus dem Bad Brückenauer Gymnasium etwas ganz besonderes ausgedacht: ein Spinnennetz aus Kaugummis. Mit ihrer Forschungsarbeit konnten die drei Mädchen die Wettbewerbssparte Physik gewinnen. Damit haben sie sich für den Landesentscheid in Dingolfing qualifiziert.