Und das hat sich der neu zusammengesetzte Einigkeitsverein, der sich in der Vergangenheit bereits immer um den Erhalt der Kapelle gekümmert hat, zur Aufgabe gemacht. Mit einer finanziellen Starthilfe, die von Erika und Heinrich Zimmermann schon vor drei Jahren, anlässlich ihrer goldenen Hochzeit, für den Erhalt der Kapelle gespendet wurde, machten sich die Mitglieder an die Arbeit.

Vor der Hitze fertig

Bereits im Sommer letzten Jahres wurden die wackeligen Treppenstufen neu gesetzt und das Geländer wieder sicher montiert. Aber als es dann losging, packten viele Hände mit an, so dass das Projekt Außenanstrich noch vor der großen Hitze fertiggestellt werden konnte.

Die rote "Mütze" (Turmdach), das Giebelkreuz und der Wetterhahn strahlen wieder, und die Schildecker sind stolz auf das, was sie in Eigenleistung geschafft haben. Die Marktgemeinde Schondra lieferte das Material zum Wiederaufbau der Treppe und beteiligte sich an den Materialkosten. Matthias Schäfer (Firma Holzakzente) sorgte für die neuen Turmfenster, und die Firma Morper stellte das Gerüst bereit.

Wo Einigkeit herrscht, da geht was. Beim Arbeiten, Essen und Trinken war Gemeinschaft zu spüren. Die Nachbarn Simone und Roland Manger stellten ihren Garten und die Terrasse zur Verfügung, halfen fest mit und waren immer da, wenn etwas gebraucht wurde. Alle hatten Spaß daran, gemeinsam etwas Schönes zu schaffen.

"Läutschnaps" als Dank

Und die Muttergottes freut sich obendrein. Bestimmt auch daran, dass das Ave-Glöckchen jeden Sonntag und Feiertag um 12 Uhr sowie beim Durchkommen von Wallfahrern, schlägt. Früher wurde noch drei Mal am Tag von Hand geläutet. Vorstand Jürgen Platzer kommt dann sonntags nach dem Läuten manchmal nicht um einen "Läutschnaps" herum, der ihm auf dem Heimweg zum Dank fürs Läuten angeboten wird.