Steffen Koberstein (Völkersleier) von der Bergwacht Oberbach ist der neue Mann an der Spitze der Bergwacht Rhön-Spessart. Er tritt die Nachfolge von Bruno Büchs an, der 20 Jahre das Amt des Regionalleiters inne hatte. Zuvor war er fünf Jahre Stellvertreter.

Koberstein gehört seit 1995 der Bergwacht an und war Bereitschaftsleiter. Neu im Amt sind Daniel Haßmüller (Oberebersbach) und Michael Szuskiewicz (Niedernberg/Bergwacht Hösbach). Sie übernehmen das Amt des ersten und zweiten Stellvertreters, das bisher in den Händen von Jürgen Dörfler lag.

In den Dankesworten kam immer wieder das Engagement von Bruno Büchs zum Ausdruck, das er seit 25 Jahren in der "Führungsriege" bei der Bergwacht gezeigt hat. Direktor Reinhold Dietsch, Geschäftsführer des Bayerischen Rotes-Kreuz(BRK)-Bezirks Unterfranken zollte dem scheidenden Regionalleiter seinen höchsten Respekt. Der stellvertretende Vorsitzende der BRK- Landesleitung, Professor Dr. Nik Klever, bezeichnete Bruno Büchs als ein Urgestein der Bergwacht Rhön-Spessart, der viel auf den Weg gebracht hat.

Büchs selbst sagte über die 25 Jahre, dass man gemeinsam viel geschafft habe. Von 1992 bis 1997 war er stellvertretender Regionalleiter, dann trat er dich Nachfolge des Regionalleiters Horst Kellermann an. Eine bewegte Zeit sei es gewesen, nun gehe ein Ära zu Ende. Zur damaligen Zeit war die Bergwacht technisch und medizinisch gesehen noch nicht auf dem hohen Standard von heute. Er nannte aber auch die erste Einsatzleitergruppe, die 1994 ins Leben gerufen wurde. Nach und nach weitete sich das Aufgabenfeld aus, und es kam der Spessart mit Frammersbach hinzu. Später dann Oberelsbach. Hingewiesen hat Büchs auch auf das Jahr 1998, als die Bergwacht die Projektgruppe Rettungskette Forst in Bayern ins Leben rief. Heute ist sie landesweit umgesetzt.Herausgestellt hat er die gute und intensive Zusammenarbeit mit Dr. Waldemar Hohm.

Ein Dank ging an Oliver Scheuplein. Eine Vielzahl von Dankesworten hatte der scheidende Regionalleiter dann unter anderem an seine Bergwachtler, aber auch an die Hubschrauberstaffel der Polizei und des ADAC oder an den Rettungsdienst sowie die Integrierte Leitstelle. Ein besonderer Dank galt seinem Stellvertreter Jürgen Dörfler, der ihm zwölf Jahre lang zur Seite stand. Viele hätten dazu beigetragen, dass die Bergwacht heute einen Stellenwert im Bereich der Rettungskette hat. Das unterstrich auch Direktor Reinhold Dietsch, BRK-Bezirksgeschäftsführer aus Würzburg.

Tradition ist es bei der Integrierten Leitstelle, dass es bei solch einem Abschied, wie den von Bruno Büchs, immer eine Plakette als Dankeschön gibt.

Der neue Regionalleiter der Bergwacht Rhön-Spessart, Steffen Koberstein, sagte im Namen der Bergwachtkameraden ein herzliches Dankeschön an Bruno Büchs. Das gute Miteinander stellte der kurz zuvor neu gewählte Regionalleiter heraus, aber auch den Dank für die Zusammenarbeit und das Vertrauen sowie die Freiheiten, die Bruno Büchs seinen Kollegen gelassen hatte. "Es hat immer Spaß gemacht, da wir deiner Unterstützung sicher waren."

Da bekannt ist, dass Büchs ein Genießer ist, bekam er wie auch Dörfler ein Paket mit schmackhaften Besonderheiten der Rhön, außerdem als Dank einen Bierkrug. Büchs und Dörfler sollen nun als besondere Anerkennung für die höchste Auszeichnung der Bergwacht Bayern vorschlagen werden, um ihre Verdienste zu würdigen. Zu seiner künftigen Arbeit sagte Koberstein, dass noch viele Aufgaben auf ihn warten.