Das Fazit: "Die Kripo geht bei beiden Bränden von einem Tatzusammenhang aus", berichtet Kathrin Thamm von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Unterfranken. Eine heiße Spur auf einen Tatverdächtigen gebe es aber nicht, sagt sie weiter. Schnell war klar, dass die Brände vorsätzlich gelegt worden waren.


Es bleibt bei zwei Fällen

Die Vermutung, auch andere Brände im Landkreis könnten mit den beiden Fällen zu tun haben, weist Thamm zurück. Es bleibt also bei zwei Vorkommnissen, die Ermittlungen seien bereits abgeschlossen worden.
Innerhalb nur weniger Tage brannten zwei Gebäude komplett nieder: Am 25. September stand eine landwirtschaftliche Lagerhalle am Ortsrand von Schönderling in Flammen. Am 29. September hatte es der Brandstifter auf eine Scheune im Ortskern von Oberleichtersbachabgesehen. Die Feuerwehren, es waren jeweils weit mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort, konnten nur noch zusehen, wie die Flammen ihr Werk verrichteten.


Entscheidender Hinweis fehlt

Die Brände geschahen nicht etwa mitten in der Nacht: In Schönderling wurde der Brand an einem Sonntagabend gegen 20.40 Uhr gemeldet. In Oberleitersbach war es 19.50 Uhr, als der Notruf bei der Einsatzzentrale einging. "Man kann sich teilweise tagsüber unauffälliger bewegen als nachts", erklärt Jürgen Schmitt, Leiter Verfügungsgruppe der Polizeiinspektion Bad Brückenau. Diese Erfahrung zeige sich auch bei anderen Deliktsformen wie beispielsweise Diebstahl. Mehrfach rief die Kripo Zeugen auf, sich zu melden, doch der entscheidende Hinweis fehlte bisher.