Es ist eine ruhige Gegend im Staatsbad und von außen kann man nicht erahnen, was sich im Inneren verbirgt. Jürgen Kneuer sitzt nicht etwa vor einem Bildschirm. Nein, er braucht drei. Denn seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass ei ne Seite im Internet angeklickt wird. Und zwar so oft wie nur möglich.
Täglich surfen Millionen von Menschen im Internet. Wenn aber jemand etwas Bestimmtes finden will, dann kommen Such maschinen ins Spiel. Genau dafür ist die JM3 Agentur da. Sie rüstet die Webseiten ihrer Kunden so auf, dass sie im Internet besser gefunden werden. Das funktioniert am besten über Suchmaschinen. Kneuer weiß genau, welche Informationen Google, Yahoo und Bing haben wollen, damit die Internetseiten seiner Kunden ganz oben auf der Liste angezeigt werden.

"Suchmaschinen-Optimierung fängt im Kopf an", sagt Kneuer. Zuerst braucht es ein Produkt oder eine Dienstleistung, die an den Verbraucher ge bracht werden sollen. Damit beginnt auch schon Kneuers Arbeit. Zuerst führt er eine Markt- und Konkurrenzanalysen durch, um eine Grundlage dafür zu haben, wie die Chancen auf dem Internet-Markt stehen. "Einigen sage ich auch mal, dass ich bei diesem Projekt keine Chance sehe und es besser ist, das Projekt zu über arbeiten oder sogar ganz zu verwerfen", berichtet Kneuer. Wenn diese Hürde genommen ist, be ginnt für ihn auch schon die eigentliche Arbeit.

Name der Seite ist entscheidend

Das erste Kriterium: Der Name der Internet-Seite. "Der Name des Produkts oder der Dienstleistung, die ich anbieten will, sollte auch im Namen der Sei te enthalten sein", erklärt der Marketing- und Businesscoach eine Grundregel. Das zweite Kriterium ist der An bieter, denn jede Webseite liegt auf einem Server. "Es sollten maximal 100 Internet-Seiten auf einem Server hinterlegt sein", sagt der Geschäftsführer. Stimmt das Umfeld auf dem Ser ver, dann stimmen auch die Klicks. Aber manche Anbieter haben kritische Seiten auf ih ren Servern. Das könne ein Ausschlusskriterium sein.

Videos statt langer Texte

Das dritte Kriterium: Hier gilt das Stichwort Benutzerfreundlichkeit. "Eine Webseite muss den Besucher steuern und nicht andersrum, das ist Psychologie", erklärt Kneuer das Prin zip. Ein Internetauftritt müsse über sichtlich aufgebaut sein. Der Be sucher sollte auf den ers ten Klick das finden, wonach er auch gesucht hat. Das Feld "Kontakt" ist dabei ein ganz wichti ger Faktor.

Das klingt trocken. Ist es auch. Deshalb geht das Team von JM3 mit der Filmkamera raus zu den Kunden. "Video-Marketing ist die Zukunft", begründet Kneuer.

Einen kurzen Film schauen sich die Leute eher an, als Seiten voller Text zu lesen. Ein weiterer Plus punkt: Dadurch bleibt die Internetseite übersichtlich. "Durch diese Art der Optimierung sind die Seiten, die wir betreuen, innerhalb von maximal 72 Stunden bei den Suchmaschinen gelistet", sagt Kneuer. Im Normalfall dauere das etwa acht bis zwölf Wochen.

Der Internetznutzer freilich hat keine Ahnung, was hinter den Kulissen alles passiert, wenn er eine Suchanfrage eintippt. Was ganz oben auf der Liste steht, ist alles andere als Zufall.