Nahtlos an die positive Entwicklung der Vorjahre anknüpfen kann der Jahresbericht der Umweltbildungsstätte Oberelsbach in 2016 . Geschäftsführer Bernd Fischer zeigte sich denn auch zufrieden. "Seit nunmehr fünf Jahren ist das Haus am Markt vertreten und hat sich hervorragend etabliert." Besonders stolz sei die Umweltbildungsstätte auf die gestiegene Zahl an Ankünften. Insgesamt waren in 2016 rund 4600 Gäste in der Einrichtung. Dies sei ein Anstieg um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ein Blick auf die Gästegruppen zeige, dass die Schüler mit rund 1920 den Hauptanteil am Gästeaufkommen haben. Weiterhin nutzten 898 Studenten und Jugendliche das Angebot der Umweltbildungsstätte Oberelsbach. Die Zahl der erwachsenen Gäste lag ähnlich wie im Vorjahr bei rund 1790.

Ein Plus erzielte die Umweltbildungsstätte auch bei den Übernachtungen. Diese stiegen um 1,3 Prozent auf rund 9760 Übernachtungen an. Den größten Anteil hieran hatten erneut die Schüler mit rund 4520 Übernachtungen gefolgt von den Erwachsenen mit rund 3300 Überachtungen. Bei den Studenten wurden im Berichtsjahr rund 1945 Übernachtungen gezählt.


Zwölf Mitarbeiter

Um die zahlreichen Gäste kümmern sich wie im Vorjahr zwölf qualifizierte Mitarbeiter in Festanstellung. Eine weitere Fachkraft vom Verein Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön sowie eine Fachkraft vom Markt Oberelsbach unterstützen das Team. Der Umsatz der Umweltbildungsstätte konnte sogar um rund zehn Prozent auf rund 430 000 Euro gesteigert werden.

Die meisten Übernachtungsgäste kamen aus Bayern. Starke Einzugsgebiete sind aber auch Hessen und Thüringen.


"Lebensraum Nacht"

Ein Schwerpunkt sei die Lehrerfortbildung, dabei wurden verschiedene Module vorgestellt, die beim Aufenthalt von Schulklassen gebucht werden können. Die individuelle Gestaltung des Bildungsangebotes werde sehr gerne angenommen und entspreche dem Zeitgeist, da sind sich Bernd Fischer und der pädagogische Mitarbeiter Joachim Schneider einig. Zu den beliebtesten Modulen gehöre die Betriebsbesichtigung bei Bionade, das Thema Rhöner Genüsse, die Wildkatze in der Rhön und das neue Fortbildungsangebot "Lebensraum Nacht".

Die Umweltbildungsstätte habe sich im Laufe von fünf Jahren ein starkes Zuliefernetz aus dem ganzen Biosphärenreservat Rhön aufgebaut. Im Jahr 2016 stand der Bio-Ausbau im Mittelpunkt. "Wir sind besonders stolz, dass der komplette Fleischbezug Bio und regional ist", so Fischer.


Auszeichnungen

Bereits zum zweiten Mal in Folge wurde die Umweltbildungsstätte von den Vereinten Nationen ausgezeichnet. Nach der Auszeichnung für "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" gab es auch die Auszeichnung in der neuen UN-Dekade für "Biologische Vielfalt".

Die Umweltbildungsstätte blicke optimistisch in die Zukunft. Lob und Anerkennung gab es auch von Oberelsbachs Bürgermeisterin Birgit Erb. "Die Zahlen und Entwicklung zeigt, dass wir den richtigen Weg gehen."
Von der Umweltbildungsstätte profitieren auch die weiteren Häuser des Rhöniversums, das Schullandheim Bauersberg bei Bischofsheim und die Jugendbildungsstätte Thüringer Hütte. Nun gelte es, in den Bemühungen nicht nachzulassen und die nationale und internationale Bedeutung der Einrichtung weiter auszubauen.