Neben dem groben Rundumschlag präsentierte der Kämmerer dem Stadtrat Details der städtischen Finanzplanung. Insgesamt stieg das Umlaufvermögen der Stadt - also der Wert der Stadt mit allen Gebäuden, Grundstücken, Fahrzeugen und sonstigem Besitz - auf 45,1 Millionen Euro. Im Vorjahr lag er noch bei 42,6 Millionen Euro. Die Stadt hat gut gewirtschaftet, so dass die Höhe der Investitionen den Werteverlust nicht nur ausgleicht, sondern übersteigt.

Was den Ergebnishaushalt, der im Wesentlichen die laufenden Kosten abbildet, angeht, so rechnet Kämmerer Leo Romeis mit einem negativen Jahresergebnis von 77.690 Euro zum Ende des Jahres. Trotzdem gilt der Haushalt als formal ausgeglichen, weil das Minus durch Rücklagen aus den Vorjahren ausgeglichen wird. Die schmelzen von aktuell rund 1,9 Millionen Euro auf etwa 1,6 Millionen Euro ab. Für die folgenden Jahre geht der Kämmerer davon aus, dass jährlich positive Jahresergebnisse im sechsstelligen Bereich erzielt werden.


Die Stadt spart am Unterhalt

Allerdings kommt der Finanzplan auch dann nicht ohne den Griff ins Sparschwein aus. In den kommenden Jahren will Romeis erneut auf Rücklagen zurückzugreifen, so dass laut Plan im Jahr 2019 nur noch rund 270.000 Euro liquide Mittel übrig bleiben. Darüber hinaus werden für die Finanzplanungsjahre 2017 bis 2019 die Unterhaltskosten für Grundstücke und Gebäude bewusst niedrig angesetzt. Allein für das kommende Jahr sollen so die Verwaltungs- und Betriebskosten um 299.540 Euro auf rund 2,7 Millionen Euro gesenkt werden. Im Klartext heißt das: Investitionen in den Werterhalt städtischer Güter werden aufs Nötigste beschränkt.

Anders sieht das Bild beim Finanzhaushalt aus. Dort werden Zuweisungen, Beiträge und Kredite, aber auch Investitionen und die Rückzahlung von Schulden verbucht. Hier steht für 2016 ein positives Ergebnis in Höhe von 470.470 Euro, das in den kommenden Jahres fortgeschrieben werden soll. Mit rund 15 Millionen Euro Investitionen in den nächsten Jahren hat sich die Stadt viel vorgenommen.


Bahnhof und Beschilderung

Neben Großprojekten wie der Generalsanierung der Mittelschule (rund acht Millionen Euro), der Sanierung der Georgi-Halle (rund 800.000 Euro) oder dem Neubau des Kindergartens Volkers (rund 500.000 Euro) machen aber auch kleinere Posten auf sich aufmerksam.

So stellt die Stadt seit Jahren Geld für den Erwerb des Bahnhofgeländes zurück. In den nächsten Jahren sind dafür 380.000 Euro eingeplant. Für den Ausbau von Kirchplatz und Treppe sind 450.000 Euro veranschlagt. Der Ausbau der Düsseldorfer Straße schlägt mit 165.000 Euro, der Ausbau der Gehsteige der Kissinger Straße gar mit 681.900 Euro zu Buche. Ein im Verhältnis winziger, aber dennoch nicht unwichtiger Betrag wird mit 23.000 Euro für die Touristische Stadtbeschilderung vorgehalten.

Der Investitionszuschuss an private Grundstückseigentümer im Rahmen der Städtebauförderung lässt sich heuer auf 560.000 Euro beziffern: 210.000 Euro für Haus Waldenfels und 350.000 Euro für die Alte Post.