Nach 38 Jahren am Franz-Miltenberger-Gymnasium (FMG) verlässt Studiendirektor Franz Zang die Schulfamilie, um ein neues Leben im Ruhestand zu gestalten. Der Mathematik-, Sport- und Ethik-Lehrer wurde 1948 in Goldbach geboren. Nach dem Abitur in Aschaffenburg und seinem Studium war er als Referendar in Nürnberg und wurde nach dem Zweiten Staatsexamen im Jahr 1976 dem FMG zugewiesen, das er auf vielfältige und oft unkonventionelle Art mitgestaltete.

Im Rückblick auf sein Berufsleben macht Franz Zang deutlich: "Es war immer ein angenehmes Arbeiten. Im Kollegium hat ein gutes Vertrauensverhältnis geherrscht." Kritik übt er an der - wie er er es nennt - "Banalisierung der Mathematik". Erfindet, dass die Anforderungen im Mathematikunterricht am Gymnasium in den vergangenen Jahren gesunken seien.

Franz Zang gilt als einer der Pioniere der "Inneren Schulentwicklung". So hat er vor mehr als zehn Jahren an Konzepten mitgearbeitet, die heute an der Schule fest etabliert sind, zum Beispiel das schulinterne "Skill-Projekt", das es den Klassleitern in der 5. Jahrgangsstufe in einer "Skill-Stunde" ermöglicht, den Schülern Methoden- und Sozialkompetenz zu vermitteln, um ihnen den schulischen Erfolg zu erleichtern.

In seiner Publikation "Damit Erziehung gelingt: vom Umgang mit den Möglichkeiten unserer Kinder" verband der zweifache Familienvater eigene Praxiserfahrung mit theoretischen Grundlagen der Erziehung. Auch sein Interesse an psychologischen Fragen unserer Zeit führten ihn nach einer Zusatzqualifizierung konsequent zu einem weiteren beruflichen Schwerpunkt, der des Beratungslehrers. Seit 1990 hat er als kompetenter Ratgeber für Schüler und Eltern nach bestmöglichen Wegen für die Betroffenen gesucht. Auch bei der Berufsorientierung konnte er vielen Schülern der Mittel- und Oberstufe wichtige Entscheidungshilfe geben. Seine klaren pädagogischen Vorstellungen schlossen insbesondere die Förderung von Schülern mit fachlichen oder sozialen schulischen Problemen ein. Als "Coach" dieser Schüler hat er am FMG neue Wege beschritten und mit der individuellen Förderung achtbare Erfolge erzielt.

Aber auch seine Vorträge bei diversen Informationsveranstaltungen, die der ein oder andere Zuhörer vielleicht als zugespitzt und provozierend empfunden hat, dienten einem seiner pädagogischen Anliegen, den richtigen Weg für den einzelnen Schüler zu finden, und stellten deshalb eine Plattform für lebhafte,klärende und hilfreiche Diskussionen dar.