"Werkstattbrand am Truppenübungsplatz in Wildflecken im Bereich der Hawk Site": Das war das Szenario, zu dem die Freiwillige Feuerwehr Gersfeld mit den Stadtteilen Gersfeld und Maiersbach gerufen wurde, die Alarmierung erfolgte über Sirene und Funkmeldeempfänger. Glücklicherweise handelte es sich um eine Übung, bei der die Bundeswehrfeuerwehr die Feuerwehr Gersfeld als Verstärkung anforderte. Ziel der Übung war es, den Zutritt, die Abläufe zum Truppenübungsplatz sowie die Kommunikation und Zusammenarbeit der Einsatzkräfte zu erproben und zu stärken.


Einweisung für Einsatzkräfte

Bei dem angenommenen Ereignis handelte es sich um einen Werkstattbrand im Bereich der sogenannten "Hawk Site" auf der hessischen Seite des Truppenübungsplatzes der Bundeswehr in Wildflecken. Bevor Feuerwehren von außerhalb auf das Gelände fahren, müssen diese vor dem eigentlichen Einsatz verschiedene Vorgehensweisen beachten. Die Einfahrt auf das Gelände erfolgte über die Schwedenschanze. Dort wurden die Einsatzkräfte bereits von der Bundeswehrfeuerwehr erwartet. Alle Einsatzkräfte bekamen eine Einweisung zum Verhalten auf dem Truppenübungsplatz. So dürfen die Einsatzkräfte beispielsweise keine Gegenstände anfassen oder berühren, die herumliegen können, es könnte sich um Spreng- oder nicht ausgelöste Munitionskörper handeln. Anschließend wurden die Einsatzfahrzeuge zu ihrem Einsatzort geführt.


Schutz anderer Gebäude

Am Einsatzort, dem Gebäude 1116a, hatten die Feuerwehrangehörigen der Bundeswehrfeuerwehr bereits eine Menschenrettung durchgeführt und mit der Brandbekämpfung im Gebäudeinneren begonnen. Allerdings änderte sich nach dem Szenario die Einsatzlage, so dass es in Folge zu einem Gebäudevollbrand kam und die Nachbargebäude, zu dem eine Trafostation gehörte, vom Feuer bedroht waren. Der unterstützende Löschzug der Stadt Gersfeld erhielt von Einsatzleiter Frank Kuchler den Auftrag, eine Wasserversorgung und eine Riegelstellung zum Schutz der benachbarten Gebäude aufzubauen.
Die Wasserversorgung wurde aus einer nahegelegenen Zisterne zur Einsatzstelle aufgebaut und ein Wasserwerfer zur Abschirmung in Stellung gebracht. Die Lagemeldungen des Einsatzabschnitts der Feuerwehr zu Einsatzleiter Frank Kuchler, der zugleich die Verbindung zur Bundeswehrzentrale und der für den gesamten Truppenübungsplatz zuständigen Leitstelle Schweinfurt hielt, funktionierten einwandfrei. Das Übungsziel war vollständig und mit großer Zufriedenheit erreicht.
Die Verantwortlichen der Kommandantur, der Leiter der Bundeswehrfeuerwehr Wildflecken, Frank Kuchler, und der stellvertretender Stadtbrandinspektor aus Gersfeld, Sven Romeis, zeigten sich über den Übungsablauf zufrieden. Alle waren sich einig, eine solche Übung in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Auch die Übungsbeobachter vom Fachdienst Gefahrenabwehr des Landkreises Fulda waren mit dem Ergebnis einverstanden.
Abschließend besichtigten die Feuerwehrleute die Feuerwache in der Kaserne und konnten sich über die Aufgaben er Bundeswehrfeuerwehr informieren. red