"Wir üben heutzutage Feuerwehr", verkündet der vierjährige Philipp ganz aufgeregt. Und schon kommt Till in den Raum und informiert die Leiterin der Kindertagesstätte in Geroda, Elke Schneider, dass es in der Küche brenne. Till ist es auch, der die Feuerwehr dann alarmieren darf.

Die Brandschutzerziehung steht jedes Jahr auf der Aktionsliste der Vorschulkinder, die den Gerodaer Kindergarten besuchen. Es wird geübt, wie sich die Kinder im Falle eines Brandes zu verhalten haben - die Flucht wege benutzen und den Notruf richtig absetzen.

Alle zwei Jahre hält die Freiwillige Feuerwehr Geroda auch eine Übung im Kindergarten ab. Wichtig war diese insbesondere auch deshalb, weil sich durch den Anbau der Kinderkrippe im vergangenen Jahr neue räumliche Voraussetzungen und Fluchtwege ergeben haben.

Wo ist Anita?

Alle 17 Kinder haben sich mit ihren Erzieherinnen in Sicherheit gebracht. Doch Anita fehlt. Sie hat sich vor dem Feuer im Geräteraum verkrochen. Die beiden Atemschutzgeräteträger machen sie mit ihrer Wärmebildkamera ausfindig und bringen sie nach draußen, wo sie von den Helfern vor Ort sogleich medizinisch betreut wird.
"Auch wenn die Atemschutzgeräteträger vielleicht erschreckend aussehen", mahnt Kommandant Achim Kohlhepp eindringlich, "dürft ihr euch vor ihnen nicht verstecken. Sie wollen euch nur helfen". Er fordert die Kleinen auf, sich im Brandfall bemerkbar zu machen, damit sie schnellstmöglich von den Feuerwehrleuten gefunden werden. "Ja", stimmt Philipp ihm zu, "damit wir dann wieder weiterspielen können".

Gott sei Dank ist nicht wirklich etwas passiert, sagte Leiterin Elke Schneider nach Abschluss der Übung. Wer also Interesse hat, die Einrichtung zu besichtigen, könne gerne vorbeikommen.