Die Plojugend aus Geroda/ Platz feierte ihre Kirchweih zum zweiten Mal im Zelt. Endlich konnte sie ihre traditionellen Tänze zeigen, die sie seit August eingeübt hatte. Das ist gar nicht so einfach, da gleich nach der Konfirmation mit 14 oder 15 Jahren der Kirmespartner für die nächsten Jahre ausgesucht wird. Im gleichen Jahr darf man als Plopaar bei der Kirmes mittanzen.


Fotos in Geröder" Tracht

Kurz vor der Kirmes wurden extra Bilder der Plopaare in der traditionellen "Geröder" Tracht angefertigt. Diese Poster hingen überall im Zelt. Auch das Deko-Motto "Süßigkeiten" kam bei den Gästen gut an: Jedes Paar präsentierte sich hier mit einer nachgebastelten Leckerei.

Den ganzen Herbst über besuchte die Plojugend viele Kirchweihfeste in der Umgebung und erwartete dann von dort freudig einen Gegenbesuch. Besonders am Freitagabend bei der Kirmes-Disco fanden sich viele Kirmesgesellschaften ein. DJ Dom McLoud sorgte für Partystimmung.


"Goldener Eimer" begehrt

Mittlerweile hat das "Kirmes-Battle" Kultstatus erreicht. Dabei traten die Kirmesgesellschaften im Wettstreit bei Spiele "ohne Grenzen" gegeneinander an. "Der goldene Eimer" aus Geroda ist die begehrte Trophäe. Dieses Jahr hatte die Kirmesgesellschaft aus Mittelkalbach beim Kirmes-Battle den Siegespreis von Thalau wieder zurückgeholt. Auch die Freunde aus Kothen durften den Wanderpokal, der fast zehn Jahre im Umlauf ist, schon mit nach Hause nehmen.

Am Samstagabend übernahm traditionsgemäß ausschließlich die Kirmesjugend die Bewirtung. Bei zünftiger Blasmusik und Live-Musik mit Bernd Hack feierte, schunkelte und tanzte das ganze Festzelt. Dabei hatten die Jugendlichen schon einen harten Arbeitstag hinter sich. Morgens das Zelt aufräumen und für das Weiterfeiern am Abend herrichten, und natürlich das Aufstellen des bunt geschmückten Kirmesbaumes mit Muskelkraft und Stangen, damit Samstagnachmittag die Feier am Bürgerhaus weitergehen konnte.


Hüte mit Süßigkeiten

Nach einer mehr oder weniger kurzen Nacht marschierte die Plojugend am Sonntag in festlicher Tracht mit allen Vereinen der Gemeinde und Musik in die Kirche. Nachmittags trafen sich die Mädels beim 1. Kirmesmädchen, Nadja Bienmüller.

Dort wurden sie von den Kirmesburschen zum Tanz um den Plo abgeholt. Und für diese hatten sie eine Überraschung bereit. Süßigkeiten schmückten neben Blumen die Hüte, die sie den Jungs übergaben, als Dank erhielten die Mädels ein Kirmes-Sträußchen. 1. Plobursch Daniel Limpert freute sich über das eigens für ihn gedichtete und gesungene Ständchen der Mädels.


Das Plomännchen wacht

Mit Marschmusik ging es durchs Dorf, und die 53 Kirmesleute tanzten um den Plobaum. Über dem ganzen Treiben wachte das Plomännchen, das von Daniel Limpert am Kirmesbaum angebracht wurde.