Insgesamt zwölf Jahre war die Eckartserin Schulleiterin, davon allein neun Jahre - von 2005 bis 2014 - an der Grund- und Mittelschule Wildflecken. Seit 2010 lag auch die Verantwortung für die Grundschule Riedenberg in ihren Händen, die in einem Verbund mit Wildflecken steht.

Dass jetzt die Zeit des Ruhestands gekommen ist, kann die Schulleiterin noch gar nicht richtig fassen. "Ich stecke noch so im ganzen Geschehen, dass ich für die Zukunft noch gar keine Pläne habe. Aber ich freue mich trotzdem auf die Freiheit und darüber, dass ich Verantwortung abgeben darf", erzählt Hänlein. Vor allem dem Tennis will sich die Rektorin nun verstärkt widmen - der Sport ist ihr liebstes Hobby.

Besonders stolz ist Hänlein darauf, dass die Schüler leistungsmäßig immer auf einem guten Niveau aus den Schulen verabschiedet werden konnten. Ihr war wichtig, dass den jungen Menschen auch Vereinsleben und Heimatgefühl während der Schulzeit vermittelt wurden.

Schülerzahlen gehen zurück

Eine intensive und spannende Zeit geht nun für die Schulleiterin zu Ende. Die Schüler waren Hänlein immer besonders wichtig: "Die drei Schulen sind mir ans Herz gewachsen. Gerade die Freude an der Entwicklung der Kinder überwiegt." Aber auch in Wildflecken ist der demografische Wandel zu spüren. Das konnte auch Hänlein nicht verhindern. "Ein Unterrichtsbetrieb wie früher ist in der Mittelschule so nicht mehr zu organisiernen", erklärt die Rektorin. Ab dem kommenden Schuljahr wird erstmals eine Klasse an die Mittelschule nach Bad Brückenau wechseln.

Dennoch ist die Schule in Wildflecken eine eingeschworene Gemeinschaft. "Wir kennen uns hier alle, egal ob Lehrer oder Schüler, und es entstanden persönliche Beziehungen", sagt Hänlein. Die Schüler und das Kollegium der Grund- und Mittelschule seien ein Team.

Zur Verabschiedung waren zahlreiche Vertreter der örtlichen Politik und umliegender Schulen gekommen. "Sie haben sich in den vergangenen neun Jahren mit vollem Engagement für unsere Schule eingesetzt", sagte Wolfgang Illek (CSU), zweiter Bürgermeister der Gemeinde Wildflecken. "Sie hatten oft schwierige Bedingungen, aber sie haben mit Willen und pädagogischer Leidenschaft den Schülern das Rüstzeug für die Berufswelt mitgegeben", würdigte Riedenbergs Bürgermeister Roland Römmelt (CSU).