Es war ein angenehmer erster Tagesordnungspunkt nach der Sommerpause im Mottener Gemeinderat: Ute Becker und Albrecht Witzel erhielten aus den Händen von Landrat Thomas Bold die vom bayerischen Innenminister Joachim Herrmann ausgestellte kommunale Dankurkunde. Ute Becker ist seit 1996 im Gemeinderat und seit 2002 Zweite Bürgermeisterin. Zudem war sie auch im Vorstand des SC Motten aktiv. Albrecht Witzel war von 1996 bis 2014 Gemeinderat und engagiert sich nach wie vor im Musikverein Kothen.
Thomas Bold hob hervor, dass Demokratie auf der kommunalen Ebene gelebt werde. "Was in der Gemeinde behandelt wird, sind Belange, die die Menschen unmittelbar betreffen." Dem Gemeinderat begegne man "nicht nur mit Schulterklopfen, sondern auch mit Kritik".


Dank für "gelebtes Engagement"

Das Sitzungsgeld sei eigentlich ein "Schmerzensgeld", doch stünde nicht die Entlohnung im Vordergrund, sondern das Engagement, sich einzubringen. Im Namen des Innenministers dankte Thomas Bold für "gelebtes Ehrenamt und den Einsatz für die Gestaltung der Heimat". Dies sei vorbildlich für viele andere ehrenamtliche Bereiche.
Auch Mottens Bürgermeister Jochen Vogel freute sich über die Ehrungen und über den ehrenamtlichen Einsatz von seiner Zweiten Bürgermeisterin Ute Becker und seinem langjährigen Gemeinderat Albrecht Witzel. Er überreichte zudem ein Präsent an Sarah Herbert. Die Mottenerin ist unter 13 Bewerbern Hessens beste Geomatikerin. "Das kriegt man nicht geschenkt". Außerdem führt sie seit Mitte dieses Jahres die Mottener Bücherei. Diese bleibe somit "lebendig", so Vogel. Josef Link hatte bereits in Hammelburg für die Leitung des Liederkranzes Motten und für sein Engagement bei weiteren Chören den Kulturehrenbrief erhalten.