Es war ein gigantisches Fest gewesen - anno 2003. Die 700-Jahr-Feier hatte dem 200-Seelen-Dorf Speicherz einen großen Besucheransturm beschert. Die guten Vorbereitungen und die hervorragende Gestaltung durch die Speicherzer wurden belohnt: Ein Gewinn von mehr als 10 000 Euro konnte auf dem gemeindlichen Konto zur weiteren Verwendung verbucht werden.

Um diese Verwendung ging es hauptsächlich, als die Bürger zu Wort kamen. Die Frage von Siegfried Heurich zur geplanten Verwendung des angelegten Geldes gab Bürgermeister Jochen Vogel (CSU) an die Bürger zurück: "Es war damals beschlossen worden, dass die Speicherzer das entscheiden." Vorschläge müssen zusammengetragen werden, sagte Gemeinderat Wolfgang Jung.


Konzept zurechtstricken

Nicht zur bei schlechtem Wetter sei beispielswiese der Bereich um die Linde wenig einladend. Diesen zu einem neuen Dorfmittel- und -treffpunkt zu gestalten, hält Jung für möglich. Ein Ideenwettbewerb hatte den Mottenern zu ihrem neuen Dorfplatz verholfen, erzählte Gemeinderat Rudolf Will. Bürgermeister Vogel hielt es für denkbar, die Ideen zu einem Konzept "zurechtzustricken", das zusätzlich über das Kommunale Förderprogramm bezuschusst werden könnte.

Die Stromtrasse Südlink ist "für die Gemeinde ein gewichtiger Punkt", betonte Bürgermeister Jochen Vogel. Der geplante Trassenverlauf war in der Gemeinde veröffentlicht worden. Einige Raumwiderstände wurden gemeldet.
30 Punkte umfasst die Liste, die Vogel an den Landrat, die Anwaltskanzlei und Tennet bereits weitergeleitet hat. Neben den Siedlungsbereichen und Gewerbegebieten werden unter anderem auch Biber-Vorkommen, die historischen Grenzsteine an der bayerisch-hessischen Landesgrenze und die Kernzone des Biosphärenreservats aufgeführt. "Was am Schluss rauskommt, kommt am Schluss raus", möchte Vogel sich nicht anmaßen, den geringsten Raumwiderstand aufweisen zu können. Die Erdverkabelung sei als Erfolg zu werten. Der in den Plänen veröffentlichte Korridor ist 1000 Meter breit, innerhalb diesen Bereichs werden die Kabel verlegt - auf einer maximalen Breite von 50 Metern. Sollten sich "stärkere Kabel" in der Erprobung durchsetzen, werde "die Trasse" nur 25 Meter breit. "Nächstes Jahr um die Zeit sind wir schlauer", so Vogel.


Wasserversorgung drängt

Die Wasserversorgung der Gemeinde ist anzupacken. Der Tiefenbrunnen 1 musste stillgelegt werden, da er "nicht mehr in guten Zustand war", erläuterte Bürgermeister Jochen Vogel. Zudem wären Entschädigungszahlungen an die Landwirte, die dort nicht mehr düngen dürften, nötig gewesen.
Da die Quellen 1 und 2 sowie der Hochbehälter sanierungsbedürftig sind, will die Gemeinde das "komplett anpacken", konstatierte Vogel. Geschätzte 800 000 Euro werde diese Maßnahme kosten. Es werde diskutiert, zu welchen Anteilen die Kosten auf Gebühren und Beiträge verteilt werden können. Anfang kommenden Jahres solle dies fest stehen.


Kirchenumfeld in Motten

Die Ortsdurchfahrt in Motten ist abgeschlossen, doch noch nicht komplett abgerechnet. Gerne hätte Bürgermeister Jochen Vogel noch weitere Projekte umgesetzt, zuallererst die Ortsdurchfahrt in Kothen: "Wir hatten gehofft, weiter zu sein."

Für die 2017 geplanten Straßenausbesserungen hat die Firma Stolz bereits teilweise Stellen markiert. Im Frühjahr werde sie dies in allen Ortsteilen abgeschlossen haben. Nachdem die Sanierungsgebiete in allen drei Ortsteilen festgelegt worden waren, steht als erstes das Kirchumfeld in Motten an. Zu den Kosten kann derzeit noch nichts Konkretes gesagt werden. Diese seien abhängig von der Förderhöhe.


Parksituation am Hammerweg

Daniel Statt sprach die Parksituation am Wendehammer am Hammerweg an. Durch parkende Autos sei "zu wenden nahezu unmöglich". In einem Rundschreiben hatte die Gemeinde bereits an die Bürger appelliert, doch habe dies nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Bürgermeister Jochen Vogel möchte die Situation mit dem Fachberater der Polizei besprechen: "Ein Parkverbot ist die letzte und härteste Lösung."


Mängel am Kindergarten

Gregor Halbleib gab Mängel am Eingangsbereich des Kothener Kindergartens an. Bürgermeister Jochen Vogel hatte dies bereits bei der jüngsten Gemeinderatsitzung mit dem Bauhof besprochen. Die Schäden sollen zeitnah behoben werden.

Zweite Bürgermeisterin Ute Becker gab den Termin für den Besuch aus Ranville bekannt. Vom 14. bis zum 16. Juli 2017 empfängt die Gemeinde Motten ihre Gäste aus er Partnerstadt. Gerne können sich weitere Interessierte anschließen.

Haushalt: Das Haushaltsvolumen stieg von 4.231.500 Euro in 2015 (Verwaltungshaushalt: 2.532.800 Euro, Vermögenshaushalt: 1.698.700 Euro) auf 4.810.750 Euro in diesem Jahr (Verwaltungshaushalt: 2.690.250 Euro, Vermögenshaushalt: 2.120.500 Euro).

Den Einnahmen im vergangenen Jahr generierten sich aus Schlüsselzuweisungen (454.076 Euro), EkST-Beteiligung (717.792 Euro) und der Gewerbesteuer (565.322 Euro). Auf der Ausgabenseite steht die Kreisumlage (724.293 Euro) ganz oben, gefolgt von der Gewerbesteuerumlage (114.593 Euro), dem Straßenunterhalt (72.919 Euro) und der Ortsdurchfahrt in Motten (57.787 Euro). Die Rücklagen wurden in diesem Jahr erhöht. 2015 betrugen sie 1.542.750 Euro.

Schulden: Der Schuldenstand ist in Motten weiter erfreulich. Gegenüber 2015 (390.366 Euro) sinkt er laut Plan 2016 auf 256.872 Euro.