"So schön gestaltet, dass Gott seine Freude daran hat ...", meinte eine Bewohnerin über die äußerliche Gestaltung der Kirchenorgel in der Schlosskirche Römershag. Im Rahmen der Musikwoche im Pflegeheim Schloss Römershag stellte Michael Martin, der in der Pfarreiengemeinschaft Oberer Sinngrund das Kantorenamt ausübt, dieses Instrument in seinem Aufbau und in seiner Spielweise den Bewohnern vor. Martin hat mit Vertretungen in der Brückenauer Pfarrei und gelegentlichen Diensten in evangelischen Kirchen wie Zeitlofs und Geroda nen vollen Terminkalender.


Hohes Maß an Koordination

Verglichen mit dem Klavier, bietet die Orgel mehrere Klangfarben, was der Musiker beim Ziehen der verschiedenen Instrumentenregister in einigen Hörbeispielen eindrucksvoll darstellte. Das gleichzeitige Spielen des Manuals mit den Händen und der Bassnoten über schwere Holzpedalen mit den Füßen erfordert nicht nur ein hohes Maß an Koordination, sondern auch Kraft und Ausdauer. Dies bekommt der Organist vor allem an Feiertagen, wie zum Beispiel in der Passions- und Osterzeit mit ihrer hohen Dichte an Vorabendmessen, Andachten und Hauptgottesdienste zu spüren.


Früher mit Blasebalg

Martin studierte Musik an der Berufsfachschule in Bad Königshofen, in der er unter anderem die Fächer Instrumentenkunde, Orgel- und Musikgeschichte belegte und somit den Zuhörern von Zeiten erzählte, als ein Blasebalg von einer weiteren Person getreten werden musste. Am Instrument lassen sich gut von außen die Pfeifen der unterschiedlichen Tonlagen erkennen. Diese können sich im Allgemeinen bei stark abweichender Umgebungstemperatur schnell mal verstimmen.