Breitenbach/Mitgenfeld Erwartungsgemäß war die Verkehrsbelastung durch die Kreisstraße KG 32 ein großes Thema bei der Bürgerversammlung der Oberleichtersbacher Ortsteile Breitenbach und Mitgenfeld.

Welche Maßnahmen plane die Gemeinde, um den Schwerlastverkehr und auch den zunehmenden Pkw-Verkehr aus den beiden Gemeinden herauszuhalten, wollte ein aufgebrachter Bürger von Bürgermeister Dieter Muth wissen. Von bis zu 3000 Fahrzeugen täglich war die Rede. Notfalls werde man den Verkehr durch die Ortsteile mit parkenden Fahrzeugen zwangsberuhigen.


Kissinger Straße belastet

Muth versuchte die Gemüter zu beruhigen und erläuterte den aktuellen Stand. Eigene Zählungen mit der Polizei ergaben ein maximales Verkehrsaufkommen von 2100 Fahrzeugen, so der Bürgermeister. Daher müsse ein offizielles Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben werden, um genaue Zahlen zu erhalten. Dies sei aber zurzeit nicht sinnvoll, da in Bad Brückenau die Kissinger Straße saniert werde. Aufgrund der dort bestehenden Behinderungen würden viele Autofahrer über die KG 32 durch Breitenbach und Mitgenfeld ausweichen. Dadurch werden aber die Ergebnisse des Verkehrsgutachtens verfälscht, und somit habe das Gutachten dann keine Aussagekraft. Im Übrigen sei der Verkehr bereits merklich zurückgegangen.

Der Landkreis bestehe weiterhin darauf, dass die KG 32 für Schwerlastverkehr gebaut und freigegeben sei und die ursprüngliche Sperrung ein Fehler der Behörde war.

Bevor die Gemeinde neue Bau- und Gewerbegebiete ausweise, solle sie erst einmal für die notwendige Infrastruktur sorgen, so ein anderer Bürger. Die Gemeinde habe schließlich Gewerbesteuereinnahmen, die sie dazu verwenden könne. Gegebenenfalls werde er gegen weitere neue Baugebiete Widerspruch einlegen. Eine Versammlungsteilnehmerin schlug vor, beide Ortsdurchfahrten auf Tempo 30 km/h zu beschränken, so wie das in Trübenbrunn der Fall sei, um die Situation etwas zu entschärfen.

Warum übernehme die Gemeinde nicht die Straße vom Landkreis und stelle dann den früheren Zustand wieder her, wolle eine anderer wissen. Konkrete Maßnahmen können aber erst nach einem Verkehrsgutachten ins Auge gefasst werden, betonte Dieter Muth.


Weiter die Situation beobachten

Die Gemeinde habe ja bereits mit Geschwindigkeitsbeschränkungen an den größten Gefahrenstellen reagiert. Allerdings hielten sich viele - auch Ortsansässige - oft nicht daran. Der Gemeinderat werde aber weiterhin die Situation beobachten und gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen, soweit dies rechtlich möglich sei.
Eine Bürgerin macht sich Sorgen um die Qualität des Trinkwassers in der Gemeinde. Wasserwart Gerhard Helfrich versicherte aber, dass das Leitungswasser in der gesamten Großgemeinde hervorragende Werte aufweise. Die Situation wurde in der Presse lediglich etwas missverständlich dargestellt. Ein Teilnehmer lobte zunächst den Winterdienst in der Gemeinde, beschwerte sich aber anschließend, dass vor seinem Grundstück des Öfteren nicht oder nicht rechtzeitig geräumt werde. Bei plötzlichem oder länger anhaltendem Schneefall können die Gemeindearbeiter nicht überall zugleich sein, so der Bürgermeister. Grundsätzlich habe zunächst jeder selbst dafür zu sorgen, dass Schnee und Eis vor seinem Grund beseitigt werden.


Neugestaltung gelobt

Ein Bürger wies darauf hin, dass es in der Ringstraße einige Schlaglöcher gäbe, die dringend repariert werden müssten. Die Neugestaltung des Friedhofs in Oberleichtersbach gefiel einem Bürger sehr gut, insbesondere die Urnengräber. Er schlug vor, den Friedhof in Breitenbach ähnlich zu gestalten.

Kultureller Höhepunkt in Breitenbach waren die 1200-Jahr-Feier und das 110-jährige Kirchenjubiläum sowie die Segnung des neuen Feuerwehrfahrzeuges der FFW Breitenbach.