Der 60-Jährige wurde im Kreise seiner aktiven Kollegen, Pensionären der Brückenauer Inspektion und regionalen Politikern aus dem aktiven Polizeidienst entlassen. Ein Monat hat noch gefehlt, dann hätte der Schondraer 39 Jahre bei der Polizei in der Kurstadt Dienst geleistet. Er war am 3. September 1973 bei der Bereitschaftspolizei in Nürnberg eingestellt worden. Nach der Ausbildung kam er zur PI Schweinfurt-Stadt. Bereits am 1. August 1976 führte ihn sein Weg zur Brückenauer Inspektion. Zunächst war Markert als Streifenbeamter im Schichtdienst tätig. Seit 1. Oktober 1983 gehörte er der Ermittlungsgruppe an. In dieser Funktion war er zuständig für die Verfolgung von Fällen der mittleren Kriminalität wie Einbrüche und Betrugsstraftaten.

Internetstraftaten bearbeitet

Mit dem Aufkommen der Computerkriminalität nahm die Bearbeitung von Internetstraftaten einen Großteil seiner Arbeitszeit in Anspruch. Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen konnte der "Neu-Pensionär" prüfungsfrei in den gehobenen Polizeivollzugsdienst aufsteigen. Er wurde 2001 zunächst zum Polizeioberkommissar ernannt und erreichte Ende 2011 mit der Beförderung zum Polizeihauptkommissar das höchste Amt der 2. Qualifikationsebene. Der Inspektionsleiter dankte seinem Ermittler für das stets über die Erwartungen hinausgehende dienstliche Engagement und charakterisierte Markert als sehr hartnäckigen und sorgfältigen Ermittler. Stets habe dieser zuallererst die Klärung von Straftaten im Fokus seiner Arbeit gesehen und oft nicht eher Ruhe gegeben, bis ein Straftäter überführt und den Geschädigten Genugtuung getan werden konnte.

Fernglas für den Wanderer

Stets habe er jedem Kollegen, der einen Rat brauchte, mit seinem Spezialwissen zur Seite gestanden. Dem passionierten Wanderer schenkten seine Kollegen ein Fernglas, damit er auf seinen Touren die Schönheiten des "Landes der offenen Fernen" noch besser genießen könne. Von 2002 bis 2008 bekleidete Markert nebenberuflich das Bürgermeisteramt in seiner Heimatgemeinde. Daher waren auch seine damaligen Bürgermeisterkollegen im Altlandkreis und zudem Landrat Thomas Bold (CSU) gerne der Einladung gefolgt.

In seinen Abschiedsworten wartete die Hauptperson mit einigen statistischen Zahlen auf. 104 Kollegen habe er während seiner aktiven Zeit an seiner Seite gehabt. Zum Zeitpunkt seiner Pensionierung seien noch 61 im Dienst gewesen.

Die Emotionen waren nicht zu übersehen, als Klemens Markert mit der Übernahme der Ruhestandsurkunde seine letzte Tätigkeit als Polizist vornahm. Das Angebot seines Namensvetters, beim Gemeinschaftssport der Dienststelle weiter teilzunehmen, nahm er gerne an.