Sterne hängen schon im Schaufenster. Kerzen, Postkarten und Liköre erinnern daran, dass bald die Geschenke fürs Weihnachtsfest besorgt werden müssen. "Ich möchte mich im Namen der Stadt ganz herzlich bedanken", sagt Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU), das Sektglas in der Hand. Fünf Jahre lang betrieb Martina Hohmann in einem der kleinen Pavillone im Staatsbad einen Laden. Nun ist sie mit "Hohmann's Manufactur" in die Bahnhofstraße gezogen.


Alte Werkstatt fast unberührt

"Wir möchten ein kleines Zentrum schaffen, dass Kultur und Genuss verbindet", erzählt Martina Hohmann, die in ihrem Geschäft auch Kuchen aus dem Glas und Kaffee anbietet. Vor zwei Jahren kauften die Hohmanns das Haus der ehemaligen Schreinerei Krug, Teile des Gebäudes überließen sie der Galerie Form + Farbe. Dass das Geschäft nun das kulturelle Angebot bereichert, ist für die Hohmanns nur konsequent. Ein einladender Ort am Eingang der Stadt wolle man sein, der Lust macht, auch in der Innenstadt vorbeizuschauen, sagt sie.

Hinter der Kasse führt eine unscheinbare Tür in die alte Werkstatt von Ottmar Krug. Die Werkzeuge hängen noch so, als ob der Schreiner jeden Moment zur Tür hereinkommen würde. "Das möchten wir erhalten", sagt Andreas Hohmann, wohl wissend, dass das nicht einfach sein dürfte. Es wird noch eine Weile dauern, aber irgendwann könnten hier Kurse in Töpfern, Nähen oder Bildhauerei angeboten werden, so schwebt es dem Ehepaar vor.


Feuerwehr bekommt Drehleiter

In einer anschließenden Sitzung besprach der Stadtrat mehrere Anliegen (siehe unten). Unter anderem soll die Feuerwehr in vier Jahren eine neue Drehleiter bekommen. Der Rat gab einstimmig grünes Licht dafür, dass die Beschaffung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Waldaschaff und dem Markt Schöllkrippen - beide liegen im Landkreis Aschaffenburg - erfolgen soll. Hintergrund: Wenn mehrere Kommunen gemeinsam Förderanträge stellen, gewährt die Staatsregierung in der Regel zehn Prozent mehr Unterstützung.

"Ich finde es sehr erfreulich, dass wir mit anderen Gemeinden zusammenarbeiten. Da kann man Geld sparen", lobte Stadtrat Manfred Kaiser (CSU) das Vorhaben. Meyerdierks freute sich, dass auch der Landkreis Bad Kissingen die Drehleiter mit 96.690 Euro bezuschussen wird. Für die Stadt bliebe dann ein Eigenanteil von ungefähr 193.380 Euro. Die Investition kann jetzt schon für den Haushalt 2020 eingeplant werden. Insgesamt kostet die Drehleiter rund 550.000 Euro. Die alte Drehleiter soll verkauft werden.


Punkt für Punkt aus dem Stadtrat:

Stadtfest Der Stadtrat änderte den Termin für das nächste Stadtfest. Es wird nun vom 23. bis 25. Juni 2017, eine Woche später als ursprünglich geplant, stattfinden. Die Verwaltung hatte zudem angeregt, den Termin auf das dritte Wochenende nach Pfingsten festzulegen. Dem folgte der Stadtrat jedoch nicht. Petra Hirschmann (CSU) schlug vor, vielmehr das letzte volle Wochenende im Juni als festen Termin zu setzen. Der Stadtrat beschloss dies einstimmig. Nun wird die Marktsatzung der Stadt entsprechend angepasst.

Kissinger Straße Einstimmig beschloss der Stadtrat die Erhebung einer Vorausleistung für den Ausbau der Kissinger Straße von den Anliegern. Insgesamt fallen rund 670.700 Euro für die Maßnahme an, davon können rund 368.870 Euro umgelegt werden. Gezahlt werden muss in drei Raten im Februar, Mai und Oktober. Der Baubeginn war Anfang November. Die Verwaltung rechnet mit der Fertigstellung im Herbst 2017.

Vertagt hat die Stadtverwaltung zwei Tagesordnungspunkte: Die Vorstellung des Planungsentwurfs für die Erweiterung des Kindergartens Regenbogenland wurde zurückgestellt, weil nun auch die energetische Sanierung des Gebäudes im Raum steht. Um eine Entscheidung treffen zu können, fehlt aber noch das Ergebnis der Bauteiluntersuchung. Außerdem wurde der Antrag der Fraktion FDP/Freie Bürger zur Belebung der Innenstadt auf die nächste Sitzung verschoben.


Einen Kommentar zur Sitzung des Stadtratsfinden Sie hier.