Eine erste Vorplanung - mehr noch nicht - stellte Gerd Häpp vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt im Stadtrat vor. Die Ortsdurchfahrt durch das Staatsbad soll ausgebaut werden, und zwar vom Bellevue bis zum Ortsausgangsschild hinter der ehemaligen Bahnstrecke. Bis es soweit ist, wird aber noch Zeit verstreichen. Das Bauamt rechnet mit dem Baubeginn nicht vor dem Jahr 2020.

"Da muss zeitnah etwas passieren", wählte Thomas Eigenbrod (CSU) deutliche Worte. "Das ist kein Aushängeschild. Wir haben da unten ein Staatsbad!" 2. Bürgermeister Jürgen Pfister (PWG) stellte sich hinter die Kritik. Häpp machte deutlich, dass es eine Rangfolge gebe, nach der die Dringlichkeit der Baumaßnahmen festgelegt werde. Die ernüchternde Aussage: Das Staatsbad habe nur die vierte Dringlichkeitsstufe und stehe da sogar erst auf Platz 23.


Gehsteige eventuell nur einseitig ausbauen

Konkret sieht die Sanierung den Ausbau der Straße und der Gehsteige vor. Die Fahrbahn wird 6,50 Meter breit sein. Die Stadtverwaltung überlegt noch, ob der talseitige Gehsteig vom Bellevue in Richtung Kreuzung tatsächlich benötigt wird. Auch der Gehsteig am Ortsausgang des Staatsbads gegenüber vom Wohngebiet sei eventuell überflüssig, da die Menschen den Weg auf der anderen Straßenseite benutzen. Die Stadt könnte so Kosten für den Ausbau und den Unterhalt des Gehweges sparen, sagte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU).

Für Aufsehen sorgte der Ausbau der Kreuzung zu einem Kreisverkehr. Ob der tatsächlich gebaut wird, ist noch nicht klar. In den Plänen ist er jedenfalls eingezeichnet - mit einem Durchmesser von 26 Metern. Der Kreisel kam bei den Stadträten gut an. "So etwas hätten wir uns in der Kissinger Straße gewünscht", war zu hören. Die Rathaus-Chefin konnte gerade noch verhindert, dass sich eine alte Diskussion erneut Bahn brach. Wenn ein Kreisel gebaut wird, müssten die Ampeln für Fußgänger etwas versetzt werden. Verkehrsreferent Karlheinz Schmitt (CSU) begrüßte den Vorschlag. Grunsätzlich trage ein Kreisverkehr wesentlich zur Verkehrsberuhigung bei.


Haltestellen bleiben erhalten

Auch über die beiden Bushaltestellen an der Sinntalklinik und auf Höhe Valentin-Becker-Straße wurde gesprochen. "Beide Haltestellen haben eine hohe Priorität", betonte Klaus Schubert, Geschäftsführer vom Busunternehmen. Gerd Häpp verdeutlichte, dass Busbuchten heutzutage nur noch gebaut würden, wenn ein besonders hohes Verkehrsaufkommen es rechtfertige. Ansonsten seien Autofahrer dazu angehalten, langsam am haltenden Bus vorbeizufahren. Aus diesem Grund wird die Haltebucht wohl in eine normale Haltestelle umgebaut werden. Häpp freut sich aber dennoch über den Platz - für die Schulkinder bedeute das mehr Fläche während der Wartezeit.

Die Kosten wird größtenteils der Freistaat Bayern tragen. Auch die Anlieger werden an der Finanzierung beteiligt. Auf die Stadt kommen lediglich Kosten für den Ausbau der Gehsteige zu. Die Stadtverwaltung kalkuliert mit einer Summe zwischen rund 325.000 und 353.000 Euro. Der Stadtrat nahm die Pläne zur Kenntnis. Die Verwaltung wird nun zu einzelnen Fragen Stellung nehmen, damit das Staatliche Bauamt die Planung vorantreiben kann.