Die Baustelle für den neuen Rewe-Markt in der Kissinger Straße verursacht Ratlosigkeit. In den vergangenen Wochen - so der Eindruck mancher Bürger - ging es nicht so recht voran. Seit wenigen Tagen ist zumindest ein Bagger zu beobachten, der sich an den Schuttbergen der abgerissenen Textilfabrik zu schaffen macht.

Weder Stadt noch Landratsamt wissen von einem Baustopp. Der Projektplaner, die Firma Gaschler aus Hergatz im Allgäu, bezieht auf Nachfrage dieser Zeitung Stellung: "Es ist kein Baustopp ausgesprochen", teilt Jasmin Stöcklhuber im Auftrag des Geschäftsführers Jürgen Gaschler mit. Vielmehr sei aufgrund einer Bodenanalyse der weitere Verbau und Abtransport abgestimmt worden. "Gefährliche Substanzen wurden keine gefunden", stellt Stöcklhuber eindeutig klar.


Statikprüfung läuft noch

Seit vergangener Woche werde das auf dem Grundstück gelagerte Material von der Baustelle abgefahren, berichtet Stöcklhuber weiter. Die Firma Gaschler rechnet damit, dass dies noch bis Ende August dauern wird. Das Unternehmen geht von einem Baustart Anfang September aus. "Planmäßig", wie Stöcklhuber in ihrer Antwort schreibt.

Warum die Arbeiten nicht so schnell voranschreiten wie ursprünglich gedacht, erklärt eine Mitteilung von Lena Pfister, Pressesprecherin am Landratsamt: "Derzeit ist die Statikprüfung noch nicht abgeschlossen, was eine Voraussetzung ist, um mit dem Bau beginnen zu können." Zudem sei ein Tektur-Antrag mit kleinen Änderungen gestellt worden, der noch nicht abschließend bearbeitet worden sei. "Aus unserer Sicht liegen keine weiteren Gründe für eine Verzögerung des Baubeginns vor", teilt Pfister mit.