Als Stadtrat setzte er sich insgesamt 24 Jahre lang für die Geschicke der Stadt Bad Brückenau ein. Außerdem engagierte er sich 32 Jahre als Kirchenverwalter der Pfarrei St. Bartholomäus. Ursprünglich stammt Arnold Freund aus Aschaffenburg. Dort wurde er am 12. Januar 1932 geboren, machte sein Abitur und absolvierte eine Ausbildung zum Beamten des gehobenen Dienstes.

Den Weg nach Brückenau wählte er im Jahr 1956, als es ihn des Berufs wegen ans Finanzamt verschlug. Gemeinsam mit seiner Frau Angela wollte Freund in der Stadt eine neue Heimat finden. Das Paar baute im Jahr 1960 ein Haus in der Frühlingsstraße, ein Sohn und zwei Töchter machten die Familie komplett. Doch die Gebietsreform machte Freund einen Strich durch die Rechnung. Von 1976 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1991 musste er fortan werktags nach Bad Kissingen pendeln.

Als Stadtrat brachte sich Freund 24 Jahre lang vor allem in den Bereichen Kindergärten und Friedhöfe ein, für die er als Referent zuständig war. Zudem übernahm er das Amt des Ortswaisenrats. Das kommunalpolitische Tagesgeschehen verfolgte er als Mitglied der Senioren-Union weiter.


Engagement für die Kirche

Arnold Freund fühlte sich eng dem katholischen Glauben verbunden. Als Kirchenverwalter kannte er nicht nur die Stadtpfarrkirche in- und auswendig. Er begleitete auch wichtige bauliche Maßnahmen mit, wie zum Beispiel die Restaurationen an St. Bartholomäus oder die Umgestaltung des Kirchplatzes und des Pfarrhauses. Zudem vertrat er 18 Jahre lang die Region im Diözesan-Steuerausschuss. Der Kirchenchor konnte 30 Jahre auf seine Stimme zählen.

Auch im Vereinsleben hatte Freund einen festen Platz. Etwa 30 Jahre war er Schatzmeister der Gebietsverkehrswacht. Im Jahr 2010 verlor Freund seine Ehefrau Angela Freund, geborene Morchel, nach 50 Jahren Ehe. Das war ein schmerzhafter Einschnitt in seinem Leben.

Ausgezeichnet für sein Engagement wurde Arnold Freund mehrmals, unter anderem mit dem Goldenen Ehrenring der Stadt Bad Brückenau. Der CSU-Ortsverband verlieh ihm für seine 50-jährige aktive Mitgliedschaft, darunter 35 Jahre als Kassenverwalter, die Ehrennadel mit Stein.