So langsam kommt Vorfreude auf. 685 Frauen haben sich schon für den diesjährigen Pinklauf angemeldet und noch ist kein Ende in Sicht. "Wenn's 800 Läuferinnen werden, dann können wir nur noch Startnummern vergeben", sagt Karin Bauer, Leiterin der Tourist-Info. 750 pinke T-Shirts stapeln sich im alten Rathaus. Und ein paar Schritte weiter, in der Georgi-Halle, lagern 700 Taschen in schwarz-pinkem Design - gefüllt mit Broschüren zu Gesundheitsfragen, auch das ein oder andere Pröbchen für die Damen ist dabei.

Start in drei Blöcken

Weil heuer so viele Läuferinnen kommen, wird der Startbereich neu organisiert. "Hinter dem Startbanner am Marktplatz werden drei deutlich markierte Zonen eingerichtet, um den Start in drei Blöcken durchführen zu können", erklärt Thomas Dill, Vorsitzender des Turnverein (TV). In Block 1 starten die Frauen, die ordentlich Tempo machen wollen. Die schnellsten Läuferinnen sollten sich möglichst vorne aufstellen, damit es bei der Engstelle am Brunnen nicht zu Behinderungen kommt.

Block 2 ist für alle Nordic Walker reserviert. Die Damen werden gebeten, ihre Stöcke in der Ludwigstraße möglichst eng am Körper zu tragen, damit nichts passiert. In Block 3 reihen sich schließlich Spaziergänger und Besucher ein, die viel Zeit mitgebracht haben und sich nicht abhetzen möchten. Auch Frauen aus der Politik und aus der fanzösischen Stadt Caen - aus der die Idee für den Bad Brückenauer Pinklauf stammt - laufen in diesem Block.

Seit dem Beginn des Pinklaufs vor vier Jahren mit rund 300 Teilnehmerinnen hat sich die Aktion rasant entwickelt. "Wenn man die Teilnehmerliste sieht, fällt auf: Die Leute kommen nicht mehr nur aus dem Altlandkreis, sondern inzwischen auch aus der ganzen Rhön!", freut sich Karin Bauer. Und sie freut sich wirklich, das sieht man.

Vereine ziehen an einem Strang

Das liegt auch daran, dass die Unterstützung für den Charity-Lauf sehr groß ist: "Die Vereine kommen auf uns zu und fragen: Was können wir noch tun?", berichtet Bauer und Thomas Dill ergänzt: "Der Pinklauf ist eine der wenigen Veranstaltungen in der Stadt, bei der mehrere Vereine Hand in Hand mit Erfolg an einem Strang ziehen." Warum das so ist?

"Wir machen mit, zum einen wegen der Krebsvorsorge und zum anderen natürlich wegen der Solidarität mit Brückenau", bringt es Lukas Breitenbach, Dirigent der Georgi-Bläser auf den Punkt. Die Musiker sorgen genauso wie die Musikschule oder das Bayerische Kammerorchester für die Musik. Andere Vereine und Gruppen nutzen die Chance, auf sich aufmerksam zu machen. So versorgt das Forum die Damen mit Obst und die Prümmer-Klinik bietet Venenmessungen an. "Der Begriff Solidarität wird hier mit Leben erfüllt", sagt Dirk Hönerlage von der Eine Welt-Gruppe. Und auch er bringt es auf den Punkt.